Gütersloh lässt Laternen durchgehend leuchten – trotz höherer Kosten und CO₂-Ausstoß
Ariane RosenowGütersloh lässt Laternen durchgehend leuchten – trotz höherer Kosten und CO₂-Ausstoß
Ab dem 19. Februar bleiben in Gütersloh die Straßenlaternen die ganze Nacht über eingeschaltet. Der Beschluss folgte einer knappen Abstimmung im Stadtrat Anfang dieses Monats. Bürger und Politiker sind weiterhin uneins, ob die Änderung sinnvoll ist oder Verschwendung bedeutet.
Der Stadtrat stimmte am 6. Februar mit knappem Ergebnis von 26 zu 24 Stimmen für die Maßnahme. Unterstützung kam von CDU, FDP und AfD, während sich SPD, Grüne und Linke dagegen aussprachen. Kritiker warnten vor höheren Kosten, einem Anstieg der CO₂-Emissionen und negativen Folgen für die heimische Tierwelt.
Bisher wurden die Laternen in Gütersloh unter der Woche zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens sowie am Wochenende von 3 bis 5 Uhr abgeschaltet. Die neue Regelung sieht vor, dass sie durchgehend leuchten – was die jährlichen Ausgaben um 35.000 Euro erhöht und zusätzlich 300 Tonnen CO₂ pro Jahr verursacht.
Die Reaktionen in den sozialen Medien und unter Anwohnern fallen gemischt aus. Manche begrüßen die erhöhte Sicherheit und bessere Sichtverhältnisse, andere kritisieren die Umweltbelastung und fragen sich, ob das Geld nicht sinnvoller eingesetzt werden könnte. Ein Vergleich mit ähnlichen Maßnahmen in anderen deutschen Städten fehlt, sodass die übergeordneten Auswirkungen unklar bleiben.
Die Umstellung tritt am 19. Februar in Kraft und markiert einen Wandel in der Straßenbeleuchtungspolitik Güterslohs. Die Entscheidung führt zu höheren Kosten und Emissionen, während die öffentliche Meinung gespalten bleibt. Die langfristigen Folgen für Haushalt und Umwelt der Stadt werden sich erst noch zeigen.
