Havas Media startet 2025 mit Rekord-Neugeschäften und neuem Creative-Chef
Uta PatbergHavas Media startet 2025 mit Rekord-Neugeschäften und neuem Creative-Chef
Havas Media sichert große Neugeschäfte – Havas Creative begrüßt neuen Chef
Der Werbenetzwerk-Konzern verzeichnete zu Beginn des Jahres 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum, getrieben von wichtigen regionalen Zuwächsen und einer erneuerten globalen Partnerschaft. Unterdessen übernahm Stephan Lachmann die Führung von Havas Creative – eine Position, die die Sparte ursprünglich abschaffen wollte.
In der ersten Jahreshälfte 2025 akquirierte Havas Media Deutschland unter der Leitung von Sven Traichel Neugeschäfte im Volumen von 64 Millionen US-Dollar. Traichel steht der deutschen Niederlassung seit 19 Jahren vor. Das Team mit Sitz in Frankfurt weitete seine Kundenbasis aus, während die Mitarbeiterzahlen für diesen Zeitraum nicht offenlegt wurden.
Zudem festigte Havas seine weltweite Zusammenarbeit mit der Hyundai Motor Group und stärkte damit seine internationale Präsenz. Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: Nordamerika steuerte 34 Prozent des Nettoumsatzes bei und verzeichnete ein Plus von 4,9 Prozent. Lateinamerika, das zwar nur 7 Prozent des Umsatzes ausmacht, legte um 3,6 Prozent zu.
Bei Havas Creative trat Stephan Lachmann im Herbst 2025 das Amt des CEO an. Ursprünglich hatte die Sparte auf eine Besetzung der Chefposition verzichten wollen. Lachmann arbeitet nun eng mit Götz Ulmer und David Stephan zusammen, mit denen er bereits bei der Agentur David + Martin kooperiert hatte.
Für das Jahr 2026 prognostiziert Havas ein organisches Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Zudem rechnet das Unternehmen mit einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 13,2 und 13,5 Prozent.
Die jüngsten Erfolge von Havas Media und das stabile regionale Wachstum unterstreichen die starke Marktposition des Netzwerks. Der Führungswechsel bei Havas Creative unter Lachmann markiert eine strategische Neuausrichtung, nachdem die Sparte zunächst auf die CEO-Rolle verzichten wollte. Die finanziellen Prognosen des Konzerns deuten auf eine vorsichtig optimistische Erwartungshaltung für das kommende Jahr hin.
