Hertha BSC siegt trotz VAR-Chaos und festigt Aufwärtstrend in der 2. Bundesliga
Wieslaw JähnVideoevidenz ohne Bildschirm: Hertha gewinnt in Münster - Hertha BSC siegt trotz VAR-Chaos und festigt Aufwärtstrend in der 2. Bundesliga
Hertha BSC sichert sich mit hart umkämpftem 2:1 gegen Preußen Münster den zweiten Sieg in Folge
In einem dramatischen Spiel, das sowohl auf als auch neben dem Platz für Aufregung sorgte – darunter ein durch maskierte Eindringlinge verursachter Ausfall des VAR-Monitors –, behielt die Berliner Mannschaft die Oberhand und holte drei wichtige Punkte.
Hertha BSC begann stark, kontrollierte das Spielgeschehen, hatte aber zunächst Schwierigkeiten, die frühen Chancen zu verwerten. Der Durchbruch gelang, als Fabian Reese in der ersten Halbzeit einen Elfmeter verwandelte und seine Mannschaft in Führung brachte.
Doch dann nahm das Spiel eine ungewöhnliche Wendung: Nach einem Stromausfall am VAR-Monitor – verursacht durch maskierte Störer, die das Kabel gezogen hatten – blieb die Elfmeter-Entscheidung dennoch bestehen. Hertha ging mit der knappen Führung in die Pause.
Preußen Münster reagierte nach dem Seitenwechsel prompt. Jannis Heuer glich aus, und die Gäste übernahmen zunehmend die Kontrolle. Hertha fand nur schwer zurück ins Spiel, während Münster nach dem Siegtreffer suchte.
In der Nachspielzeit war es dann Marten Winkler, der die Partie entschied: Sein spätes Tor besiegelte den 2:1-Erfolg und sicherte Hertha alle drei Punkte.
Der Sieg folgt auf den 2:1-Auftakterfolg gegen den 1. FC Nürnberg zu Saisonbeginn. Trainer Stefan Leitl, der zuvor noch Ambitionen auf den Aufstieg dämpfte, peilt nun nach dem Aufstieg auf Platz sieben der 2. Bundesliga einen sechsten Rang an.
Mit zwei Siegen in Serie hat Hertha BSC Karlsruher SC und den 1. FC Nürnberg in der Tabelle überholt. Winklers spätes Tor und die mentale Stärke der Mannschaft – selbst angesichts des VAR-Chaos – unterstreichen den Aufwärtstrend. Das angepasste Saisonziel, Platz sechs, rückt damit in greifbare Nähe.
