22 April 2026, 18:22

Hexenprozesse in Essen: Warum die Stadt eine Ausnahme war

Historische Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft der Region mit detaillierten Textanmerkungen zeigt.

Hexenprozesse in Essen: Warum die Stadt eine Ausnahme war

Öffentlicher Vortrag: Die Geschichte der Hexenprozesse in Essen

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Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Geschichte der Hexenverfolgung statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchivs, wird die Diskussion in der Volkshochschule (VHS) leiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich Anklagen und Vorwürfe während der Hochphase der Verfolgung in der Region unterschiedlich gestalteten.

Der Vortrag widmet sich Essen als Fallbeispiel, um die Hintergründe der Hexenprozesse zu entschlüsseln. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass die Verfolgungswelle in der Stadt anders verlief als in benachbarten Gebieten – sowohl in ihrer Intensität als auch in ihren Methoden. Dr. Kauertz wird diese Muster und ihre Ursachen analysieren.

Im weiteren Rheinland und in Westfalen erreichten die Hexenprozesse zwischen 1585 und 1632 ihren Höhepunkt. Besonders das Vest Recklinghausen entwickelte sich in dieser Zeit zu einem zentralen Schauplatz der Verfolgungen. Der Vortrag ordnet die Essener Erfahrungen in diesen größeren Zusammenhang ein.

Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 19:30 Uhr in der Volkshochschule statt. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung wird jedoch gebeten. Reservierungen sind online unter www.vhs-ourwebsite mit der Kursnummer 252.1B004N möglich.

Dr. Kauertz' Ausführungen bieten Einblicke in die Besonderheiten der Essener Hexenprozesse im Vergleich zu denen der umliegenden Regionen. Ziel der Veranstaltung ist es, die sozialen und rechtlichen Triebkräfte hinter den Anklagen jener Zeit zu erhellen. Eine Anmeldung ist bis zum Veranstaltungstag möglich.

Quelle