20 April 2026, 22:17

Hitlers Mercedes 770 bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar

Vintage Mercedes-Benz-Werbung aus den 1930er Jahren, die ein Plakat mit einem Auto, zwei Personen im Inneren und einem Geb├Ąude im Hintergrund zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Hitlers Mercedes 770 bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar

Ein ehemaliges Paradenfahrzeug Adolf Hitlers, ein seltener Mercedes-Benz 770 (W 150), kam in den USA unter den Hammer. Das als "Großer Mercedes" bekannte Fahrzeug wurde von Worldwide Auctioneers versteigert, fand jedoch trotz eines Höchstgebots von sieben Millionen US-Dollar keinen Käufer. Experten hatten mit einem möglichen Verkaufspreis von bis zu neun Millionen Dollar gerechnet.

Nur 88 dieser Luxuswagen wurden jemals gebaut. Ursprünglich nach Hitlers persönlichen Vorgaben gefertigt, zählt er zu den berüchtigtsten Fahrzeugen der NS-Zeit.

Der Mercedes-Benz 770 wurde Ende der 1930er-Jahre als Spitzenmodell für eine exklusive Kundschaft auf den Markt gebracht. Hitlers Version verfügte über eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenteile für zusätzlichen Schutz. Unter der Haube arbeitete ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern, der 230 PS leistete – wenn auch die Geschwindigkeit bei Paraden auf 80 km/h begrenzt war.

Zwischen 1939 und 1943 entwickelte sich der Wagen zu einem Symbol der NS-Propaganda. Hitler nutzte ihn für öffentliche Auftritte und transportierte darin oft ausländische Staatsführer im offenen Tourenwagen. 1940 fuhr er mit Benito Mussolini durch München – in genau diesem Fahrzeug. Noch im selben Jahr war es am 6. Juli bei Hitlers Siegparade in Berlin zu sehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten den Wagen und brachten ihn in die USA. Seither wurde er akribisch instand gehalten. Bei der Auktion stieg das Gebot bis auf sieben Millionen Dollar, doch der Verkäufer lehnte ab – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Neu kostete die viertürige Limousine damals 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante für 47.500 Reichsmark (rund 196.000 Euro) gehandelt wurde.

Die Versteigerung endete ohne Verkauf, sodass das weitere Schicksal des Wagens ungewiss bleibt. Der Mercedes-Benz 770 bleibt ein umstrittenes Stück Geschichte, eng verknüpft mit zentralen Momenten des nationalsozialistischen Deutschlands. Sein nächster Auftritt auf dem Markt wird voraussichtlich erneut das Interesse von Sammlern und Historikern wecken.

Quelle