Immobilienboom in Herford: 34 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft
Edeltrud WagnerImmobilienboom in Herford: 34 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis und in der Stadt Herford hat seinen Immobilienmarktbericht für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht. Der Bericht analysiert Verkaufs- und Preisentwicklungen von Januar bis Juni 2025; die zentralen Ergebnisse sind nun auf der Website des Ausschusses abrufbar.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der notariell beurkundeten Kaufverträge in den ersten sechs Monaten 2025 um etwa 6 Prozent. Besonders stark nachgefragt waren Ein- und Zweifamilienhäuser: Hier verzeichnete der Markt ein Plus von 34 Prozent bei den Verkaufszahlen.
Herford führte sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Transaktionen. Die Stadt erzielte ein Verkaufsvolumen von 69 Millionen Euro, gefolgt von Bünde mit 49 Millionen Euro. Gemeinsam entfielen auf beide Kommunen rund 45 Prozent des kreisweiten Gesamtumsatzes von 261 Millionen Euro. Mit 239 Verträgen wies Herford auch die höchste Vertragszahl auf, dicht gefolgt von Bünde mit 216 Abschlüssen.
Die Preise blieben in den meisten Kategorien stabil oder stiegen leicht an. Bei Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern waren nur geringe Zuwächse zu verzeichnen. Bestandsimmobilien, die nach 2010 errichtet wurden – ohne Neubauten –, erreichten im Schnitt einen Kaufpreis von 453.000 Euro. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für voll erschlossene Wohnbaugrundstücke lag bei 186 Euro und damit leicht über dem Vorjahresniveau.
Der Bericht unterstreicht das Wachstum beim Immobilienabsatz, insbesondere bei Einfamilienhäusern. Herford und Bünde prägten den Markt sowohl mengen- als auch wertmäßig maßgeblich. Die vollständigen Daten sind auf der Website des Ausschusses unter https://www.boris.nrw.de einsehbar.






