28 April 2026, 00:24

Interreligiöser Dialog in Aachen: Glaube als Brücke oder Spaltpilz in Europa?

Posterkarte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft mit detaillierten Anmerkungen zeigt.

Interreligiöser Dialog in Aachen: Glaube als Brücke oder Spaltpilz in Europa?

Interreligiöser Dialog in Aachen: Wie Religion Europa prägt

Am 29. Oktober 2025 fand in Aachen ein interreligiöser Dialog statt, der fast 300 Teilnehmer anzog. Veranstaltet von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen, widmete sich die Veranstaltung der Frage, welche Rolle Religion bei der Gestaltung Europas spielt. Aufgrund des großen Andrangs mussten zusätzliche Stühle bereitgestellt werden.

Die unter dem Titel "Aachener Interreligiöser Dialog: Wie Religion Europa prägt" geführte Diskussion brachte führende Religionsvertreter zusammen. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide brachten ihre Perspektiven ein. Sie analysierten, wie der Glaube Gesellschaften auf dem Kontinent sowohl verbinden als auch spalten kann.

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Die Redner betonten die gemeinsamen Wurzeln ihrer Traditionen. Rabbiner Goldschmidt verwies auf die geteilten demokratischen Werte der abrahamitischen Religionen. Khorchide hob die Bedeutung von Nächstenliebe und friedlichem Zusammenleben hervor. Kardinal Marx warnte davor, Religion als Instrument der Konfliktschürung zu missbrauchen.

Thematisiert wurden auch Spannungen zwischen religiösen Grundsätzen und dem liberal-demokratischen Rahmen Europas. Die Teilnehmer diskutierten, ob wertebasierte Glaubensüberzeugungen mit säkularer Regierungsführung harmonieren oder ihr widersprechen.

Die Veranstaltung vereinte vielfältige Stimmen, um den Einfluss der Religion auf die europäische Gesellschaft zu erörtern. Die hohe Teilnehmerzahl von fast 300 Personen spiegelte das große öffentliche Interesse an der Thematik wider. Der Dialog machte sowohl das Potenzial für Einheit als auch die Risiken der Spaltung in Glaubensfragen deutlich.

Quelle