05 May 2026, 21:51

Jekaterinburg feiert magische Premiere von Grüne Ufer mit zeitloser Liebe

Ein gerahmtes Bild eines Mannes in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und einer Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, mit der Aufschrift "Die Musik der russischen Revolution" vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

Jekaterinburg feiert magische Premiere von Grüne Ufer mit zeitloser Liebe

Eine neue Bühnenadaption von Grüne Ufer feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg ist eine neue Theaterfassung von Gennadi Alexejews Roman Grüne Ufer uraufgeführt worden – ein Werk, das die Geschichte eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre mit einer tragischen Liebesgeschichte aus der vorrevolutionären Zeit verwebt. Die Premiere fand im kleinen privaten Tvary-Theater der Stadt statt, wo das Publikum eine Liebesgeschichte erlebte, die sich über unmögliche Zeiten und Schicksale erstreckt.

Im Mittelpunkt der Inszenierung steht ein ungewöhnliches Liebesdreieck: ein Mann, eine Frau, die sieben Jahre jünger ist als er, und dieselbe Frau – sechzig Jahre älter als er –, die drei Jahrzehnte vor seiner Geburt starb. Regisseurin Lilia Bornaschewa enthüllte, dass Alexejew Grüne Ufer ursprünglich nach der Entdeckung eines gespenstischen Fotos von Anastassija Wjalzewa schrieb, einer realen Sängerin, deren schattenhafte Präsenz die Erzählung prägt. Der Höhepunkt des Stücks vereint die zum Scheitern verurteilten Liebenden im Tod und spiegelt damit die bittersüße Auflösung des Romans wider.

Schauspieler Oleg Dulenkin liefert eine Darstellung, die den Autor selbst widerhallt, und fängt die Melancholie und Intensität von Alexejews Schreiben ein. Gleichzeitig übernimmt Jelena Iwanowa neun verschiedene Rollen und wechselt nahtlos zwischen den Figuren verschiedener Epochen. Bornaschewa bezeichnet das Werk als eines der drei bedeutendsten Fantasiestücke, die parallele Leben und verwobene Schicksale erkunden.

Die intime Atmosphäre des Tvary-Theaters verleiht der Produktion zusätzliche emotionale Tiefe. Mit minimalistischem Bühnenbild und einem Fokus auf schauspielerische Authentizität zieht das Stück sein Publikum in eine Welt hinein, in der die Liebe die Grenzen von Zeit und Sterblichkeit sprengt.

Die Premiere markiert die erste Bühnenadaption von Alexejews Roman in Jekaterinburg. Sowohl die literarische Vorlage als auch ihre theatralische Interpretation setzen sich mit Themen wie verlorener Liebe, Erinnerung und der dünnen Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Die Aufführungsserie im Tvary bietet dem Publikum eine seltene Gelegenheit, eine Geschichte zu erleben, in der sich Realität und Fantasie begegnen.

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