08 February 2026, 18:35

Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst Geschmacks-Debatte aus

Ein Teller mit Reis, Fleisch und Gemüse auf einem Bananenblatt, begleitet von einer Gabel, einem Löffel und zwei Schalen Suppe auf dem Tisch.

Känguru-Fleisch in der Universitäts-Mensa findet nicht bei jedem Anklang - Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst Geschmacks-Debatte aus

Känguru-Chili in Erlanger Mensa sorgt für Aufsehen In einer Mensa der Universität Erlangen stand kürzlich Känguru-Chili auf dem Speiseplan – und sorgte damit bei Studierenden und Online-Nutzern gleichermaßen für Gesprächsstoff. Das mit Basmatireis servierte Gericht war innerhalb weniger Stunden ausverkauft: Alle 400 Portionen fanden reißenden Absatz.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das ungewöhnliche Angebot gab es in der Mensa am Langemarckplatz, wo sich neugierige Gäste Schlange standen, um es zu probieren. Ein Reddit-Nutzer entdeckte das Gericht auf dem digitalen Speiseplan und teilte den Fund in einem Online-Forum. Der Beitrag löste eine lebhafte Diskussion aus: Einige lobten den Geschmack des Chilis, andere hinterfragten kritisch, ob Kängurufleisch überhaupt auf den Teller gehöre.

In den Kommentaren verwies ein Nutzer auf "Die Känguru-Chroniken", das satirische Buch von Marc-Uwe Kling, während andere über den Geschmack des Fleisches diskutierten. Manche beschrieben es als mager und wildartig – im positiven Vergleich zu Rindfleisch –, andere fanden es schlicht unappetitlich. Trotz der geteilten Meinungen war das Experiment der Mensa offenbar so erfolgreich, dass das Gericht komplett ausverkauft war.

Kängurufleisch bleibt in Deutschland jedoch eine Seltenheit und ist allenfalls in speziellen Restaurants zu finden. So bot etwa das Buffet im Kölner Restaurant "Mongo's" – in einem Testbericht vom Mai 2024 erwähnt – neben Känguru auch Zebra und Strauß an, wobei die Gäste uneins über Qualität und Preis waren. Ein weiterer Artikel desselben Jahres nannte Känguru-Flanksteak-Fajitas als gelegentliche Exotik auf der Speisekarte. Doch in den vergangenen fünf Jahren hat sich weder die Nachfrage noch die Verfügbarkeit spürbar erhöht.

Das Känguru-Chili der Erlanger Mensa war zwar ein voller Erfolg als einmalige Aktion, doch ein nachhaltiger Trend ist nicht in Sicht. Zwar tauchen exotische Gerichte hin und wieder auf, eine breitere Debatte oder steigende Beliebtheit bleibt jedoch aus. Vorerst bleibt Kängurufleisch in Deutschland eine Kuriosität – kein fester Bestandteil der Esskultur.