11 January 2026, 02:51

Kaufland begrenzt Milka-MMMax-Riegel auf 34 Stück – Fairness oder Trick?

Ein Supermarkt-Innenraum mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Kaufland begrenzt Milka-MMMax-Riegel auf 34 Stück – Fairness oder Trick?

Kaufland führt strikte Kaufbegrenzung für Milka-MMMax-Riegel ein – doch steckt dahinter Fairness oder nur ein Marketingtrick?

Kaufland hat eine strenge Abgabebeschränkung für Milka-MMMax-Schokoriegel eingeführt: Pro Kunde sind maximal 34 Riegel erhältlich. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund steigender Preise und schrumpfender Riegelgrößen, was bei Verbraucherschützern bereits für Kritik gesorgt hat. Unklar bleibt jedoch, ob die Regelung wirklich der Gerechtigkeit dient – oder schlicht eine kluge Verkaufsstrategie ist.

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Die Begrenzung auf 34 Riegel hat nichts mit Lieferengpässen zu tun, sondern soll verhindern, dass Kleinhändler große Mengen aufkaufen, um sie später teurer weiterzuverkaufen. Kaufland begründet die Zahl mit monatlicher Planungslogik, die zusätzliche Tage und den erwarteten wöchentlichen Bedarf berücksichtige. Doch nicht alle Filialen halten sich einheitlich an die Regel, was bei Kunden für Verwirrung sorgt.

Bereits Anfang dieses Jahres hatte der Hersteller Mondelez die Preise für Milka erhöht – bei gleichzeitig verkleinerten Riegeln. Durch die Kombination aus Teuerung und Mengenkürzung ergab sich eine versteckte Preiserhöhung von über 60 Prozent. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kürte Milka daraufhin sogar zum ‘dreistesten Werbelügen des Jahres 2025’. Nun vermuten manche Kunden, dass die Kaufbegrenzung ein psychologischer Trick sein könnte, um künstliche Knappheit zu erzeugen und den Absatz anzukurbeln.

Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Hamburg heizte die Debatte über Mengenbeschränkungen weiter an. Die Richter entschieden, dass der Kauf von vier Musik-Download-Gutscheinen noch als normaler Haushaltsbedarf gelten könne – fünf Smartphones jedoch wohl nicht mehr. Der Fall zeigte, wie Händler rechtlich eigene Abgabemengen festlegen dürfen – selbst wenn diese willkürlich wirken.

Aktuell kostet ein Milka-MMMax-Riegel im Handel 2,59 Euro, doch durch die Größenreduzierung ist der tatsächliche Preis längst deutlich höher. Die 34er-Obergrenze bleibt vorerst bestehen – ob sie wirklich dem Weiterverkauf vorbeugen oder einfach nur den Umsatz steigern soll, bleibt jedoch umstritten. Für Verbraucher heißt es vorerst: Entweder die Regeln akzeptieren oder nach Läden mit anderen Richtlinien Ausschau halten.