KiK schließt bis 2026 rund 50 Filialen und kürzt Öffnungszeiten
Der deutsche Discounter KiK fühlt den Kostendruck und reagiert mit der Schließung unrentabler Filialen sowie kürzeren Öffnungszeiten. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der Standorte in Deutschland, Spanien und Portugal betrifft. Zwar verzeichnet die Muttergesellschaft Tengelmann stabile Umsätze, doch der Händler strafft weiterhin seine Abläufe, um die Profitabilität zu sichern.
Bis zum ersten Quartal 2026 soll KiK rund 50 Filialen schließen, die Hälfte davon in Deutschland. Die genauen Standorte stehen noch nicht fest, da das Unternehmen derzeit sein Filialnetz prüft. Darüber hinaus werden bis zu 400 weitere Geschäfte in Europa – darunter etwa 170 in Deutschland – auf eine mögliche Schließung hin untersucht.
Zusätzlich erwägt der Discounter verkürzte Öffnungszeiten, um Personalkosten zu senken. Diese Maßnahme würde nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien und Portugal umgesetzt. KiK, 1994 gegründet, betreibt aktuell fast 4.300 Filialen in 14 Ländern und beschäftigt über 32.000 Mitarbeiter.
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Tengelmann-Gruppe einen Umsatz von 2,428 Milliarden Euro. Für das jüngste Geschäftsjahr wird mit einem leichten Anstieg auf etwa 2,430 Milliarden Euro gerechnet.
Ziel der Restrukturierung ist es, die Effizienz des europäischen Filialnetzes von KiK zu steigern. Filialschließungen und kürzere Öffnungszeiten werden sich direkt auf die Personalplanung und die Kundenreichweite auswirken. Noch stehen jedoch nicht alle endgültigen Entscheidungen zu den betroffenen Standorten fest.
