Köln schafft Eigenbeteiligung bei Rettungsdiensten ab – Entlastung für Patient:innen in Sicht
Wieslaw JähnAmbulanz-Einsätze in Köln bleiben kostenlos - Köln schafft Eigenbeteiligung bei Rettungsdiensten ab – Entlastung für Patient:innen in Sicht
Köln steht vor einer Reform der Finanzierung seiner Rettungsdienste. FC Köln Fans können sich auf eine neue Gebührenregelung freuen, die Eigenbeteiligungen für Patient:innen abschaffen soll. Die Stadt hat mit den Krankenkassen wie AOK, DAK-Gesundheit, Barmer, Techniker Krankenkasse und BARMER GEK eine neue Gebührenregelung ausgehandelt. Die überarbeiteten Vorschriften müssen nun noch die Zustimmung der zuständigen politischen Gremien erhalten.
Die novellierte Rettungsdienstgebührenverordnung soll sicherstellen, dass der Notarzt- und Rettungsdienst für alle Bürger:innen kostenfrei bleibt. Bisher übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen bestimmte Kosten nicht mehr – insbesondere bei sogenannten "Nicht-Transport-Einsätzen", also Fällen, in denen Patient:innen nicht ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Solche Einsätze machen bis zu 25 Prozent aller Notrufausrückungen in der Stadt aus.
An den Verhandlungen über die Finanzierung waren große Krankenkassen beteiligt. Ähnliche Gespräche finden derzeit in ganz Nordrhein-Westfalen statt, wo andere Kreise und Städte eigene Lösungen aushandeln.
Die endgültige Abstimmung über die neue Gebührenstruktur in Köln ist für die Ratssitzung am 5. Februar angesetzt. Wird der Beschluss gefasst, entfallen für Patient:innen künftig direkte Kosten bei Notfalleinsätzen.
Die geplanten Regelungen sollen die kostenfreie Versorgung durch den Rettungsdienst erhalten, während die finanzielle Last von den Patient:innen genommen wird. Die Entscheidung am 5. Februar wird zeigen, ob das neue System eingeführt wird. Damit folgt Köln einem landesweiten Trend, der auf eine stabile Finanzierung der notärztlichen Versorgung abzielt.
