Köln schützt historische Vorgärten – und begrenzt Parkplätze in Wohngebieten
Wieslaw JähnKöln schützt historische Vorgärten – und begrenzt Parkplätze in Wohngebieten
Köln will historische Vorgärten in Stuttgart und Berlin schützen – und beschränkt Parkplätze in Wohngebieten
Die Stadt Köln plant, ihre historischen Vorgärten in Stuttgart und Berlin zu bewahren, indem sie den Bau neuer Stellplätze in Wohnvierteln einschränkt. Die Stadtverwaltung will eine Baunutzungsverordnung erlassen, die Hausbesitzern verbietet, Grünflächen für zusätzliche Parkflächen zu versiegeln. Der Vorschlag stößt bereits auf Widerstand bei Eigentümern, die darin einen unzulässigen Eingriff in ihre Rechte sehen.
Die neuen Regeln sollen vor allem den Stadtteil Nippes treffen, insbesondere das Afrika-Viertel. Bisher dürfen Anwohner ohne besondere Genehmigung Parkplätze anlegen, was schrittweise zum Verlust der typischen Vorgärten führt. Die Stadt will dies ändern, indem sie die Versiegelung neuer Flächen grundsätzlich untersagt – es sei denn, sie dienen unverzichtbaren Zufahrtszwecken.
Bestehende Parkplätze und Garageneinfahrten bleiben durch Bestandsregelungen geschützt. Auf mehreren ausgewiesenen Straßen sollen jedoch keine neuen Stellflächen mehr genehmigt werden. Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln kritisiert die Pläne scharf und spricht von einem beispiellosen Eingriff in das Eigentumsrecht.
Der Stadtentwicklungsausschuss Köln wird die Vorhaben im März beraten. Bisher liegen keine Zahlen vor, wie viele Vorgärten im Afrika-Viertel in den vergangenen Jahren bereits Parkflächen weichen mussten.
Falls die Verordnung verabschiedet wird, soll sie den grünen und historischen Charakter des Afrika-Viertels bewahren. Hausbesitzer dürfen dann Vorgärten nicht mehr ohne Genehmigung in Parkplätze umwandeln. Die Stadt setzt weiterhin auf den Erhalt von Freiflächen – bei gleichzeitiger Abwägung zwischen den Bedürfnissen der Anwohner und dem Denkmalschutz.
