Kölner Karneval lebt ganzjährig in den historischen Stadtmauern
Ariane RosenowKölner Karneval lebt ganzjährig in den historischen Stadtmauern
Bereit für die fünfte Jahreszeit
Vorfreude auf den 11.11. – doch in den Gebäuden der Kölner Stadtmauer herrscht eigentlich immer Karneval. Denn hier haben die Karnevalsvereine der Stadt ihren Sitz.
- Oktober 2025, 12:02 Uhr MESZ
Kölns mittelalterliche Stadttore und Mauern atmen das ganze Jahr über karnevalistischen Geist. Hinter dem historischen Hahnentor und anderen erhaltenen Türmen pflegen einige der ältesten Karnevalsgesellschaften der Stadt die Traditionen – und halten sie lebendig. Diese Gruppen feiern nicht nur die Session, sondern setzen sich auch für den Erhalt und die Restaurierung jahrhundertealter Baudenkmäler ein.
Zwei der bekanntesten Vereine, die Blauen Funken und die Roten Rosen haben ihren Sitz in der mittelalterlichen Stadtmauer. Die Blauen Funken spalteten sich 1870 von den Roten Rosen ab und führen seitdem den Rosenmontagszug an. Ihr Turm an der Ulrepforte schmückt sogar eine lebensgroße Bronzefigur eines Funkens, die über die Website der Gesellschaft „mit Besuchern spricht“. Die Roten Rosen hingegen blicken auf eine Tradition zurück, die bis zu den Stadtsoldaten des 17. Jahrhunderts reicht – und verbinden bei ihren Sitzungen militärische Parodie mit Tanz.
Die Mischung aus mittelalterlichem Stein und karnevalistischer Lebensfreude macht die Kölner Stadttore zu etwas Besonderem. Vereine wie die Blauen Funken, die Roten Rosen oder die EhrenGarde tun mehr, als nur zu feiern – sie bewahren das kulturelle Erbe. Ihr Engagement sorgt dafür, dass sowohl die Mauern als auch der Karnevalsgeist fest in der Identität der Stadt verankert bleiben.
