04 February 2026, 18:42

Kölns neuer Kampf gegen Drogen: Strengere Kontrollen und legale Alternativen am Neumarkt

Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn in Deutschland bewirbt, zeigt Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Kölns neuer Kampf gegen Drogen: Strengere Kontrollen und legale Alternativen am Neumarkt

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat einen neuen stadtweiten Plan vorgestellt, um drogenbedingte Probleme in der Kölner Straße anzugehen. Im Fokus stehen Brennpunkte wie der Neumarkt, wo offener Drogenkonsum und aggressives Betteln zu dauerhaften Herausforderungen geworden sind. Burmester setzt auf strengere Kontrollen – kombiniert mit einem Ausbau der Hilfsangebote für Suchtkranke in der Kölner Stadt.

Die Strategie des Oberbürgermeisters sieht eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Herumlungern, Drogenkonsum und Belästigungen in öffentlichen Bereichen der Kölner Straße vor. Polizei- und Ordnungsdienststreifen sollen verstärkt werden, um den Handel und Konsum auf der Straße einzudämmen. Gleichzeitig plant Köln die Eröffnung eines Suchthilfezentrums in der Nähe des Neumarkts, das Nutzern Unterstützung anbietet, die oft alle 30 Minuten konsumieren müssen.

Burmester schlägt zudem einen umstrittenen Schritt vor: den legalen Mikrohandel mit Drogen innerhalb dieser Einrichtungen. Er argumentiert, dass das aktuelle Verbot Beschaffungskriminalität fördere, da Abhängige zu Diebstahl oder Gewalt griffen, um ihre Sucht zu finanzieren. Der Vorschlag ist Teil einer breiteren Abstimmung mit Nachbarstädten wie Düsseldorf, um regionale Lösungsansätze zu koordinieren.

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Auch andere deutsche Großstädte stehen vor ähnlichen Problemen. Dortmund etwa plant die Eröffnung eines zweiten Drogenkonsumraums in einer leerstehenden Kneipe an der Rheinischen Straße. Doch Verzögerungen blockieren das Vorhaben – konkrete Zeitpläne oder weitere Standorte wurden bisher nicht bestätigt.

Die Initiative verbindet härtere Polizeimaßnahmen mit schadensmindernden Ansätzen, um den sichtbaren Drogenkonsum in Kölner Brennpunkten zu reduzieren. Sollte der Vorschlag zum legalen Mikrohandel genehmigt werden, wäre dies ein bedeutender Kurswechsel in der lokalen Drogenpolitik der Kölner Haie. Die nächsten Schritte der Stadt hängen von Verhandlungen mit regionalen Partnern und behördlichen Genehmigungen ab.