18 June 2026, 20:14

Kultur vs. Kommerz: Warum ein Chefredakteur gegen Dortmunder Opernhaus wettert

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Kultur vs. Kommerz: Warum ein Chefredakteur gegen Dortmunder Opernhaus wettert

Eine Debatte über die Rolle kultureller Einrichtungen ist entbrannt, nachdem der Chefredakteur der Rheinischen Post sich gegen den Bau eines neuen Opernhauses in Dortmund ausgesprochen hat. Der Redakteur, der dafür bekannt ist, finanzielle Aspekte über den kulturellen Wert zu stellen, blickt auf eine lange Geschichte der Skepsis gegenüber solchen Institutionen zurück.

Der Autor erinnert an die Zeit des Chefredakteurs bei der Weser-Kurier in Bremen, wo der Fokus auf Zahlen, Geld und Selbstdarstellung lag – nicht auf Kultur. Unter seiner Führung soll die kulturelle Ausrichtung der Zeitung deutlich gelitten haben. Nun in Düsseldorf scheint derselbe Ansatz die Entscheidungen über das dortige Opernhaus zu prägen.

Der Chefredakteur hat öffentlich gefordert, Dortmund solle die Pläne für ein neues Opernhaus aufgeben, und verweist dabei auf die hohen Sanierungskosten in Köln als Begründung. Seine Haltung spiegelt eine generelle Tendenz wider, Kunst vor allem in finanziellen Kategorien zu bewerten, statt nach emotionaler oder gesellschaftlicher Wirkung. Die Düsseldorfer Oper, die 570 Menschen beschäftigt und Musikschulen, Bibliotheken sowie die Kinderbildung fördert, könnte unter dieser Denkweise in Gefahr geraten.

Der Autor warnt, dass Opernhäuser gänzlich verschwinden könnten, wenn sich andere Städte dieser Logik anschließen. Opern förderten die Debattenkultur, schüfen Räume jenseits kommerzieller Interessen und stärkten den Zusammenhalt – Werte, die ein Chefredakteur eigentlich verteidigen, nicht untergraben sollte.

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Die Haltung des Redakteurs droht, kulturelle Einrichtungen wie die Düsseldorfer Oper zu schwächen. Ohne Unterstützung könnten ihre Beiträge zu Beschäftigung, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt verloren gehen. Der Autor fürchtet einen flächendeckenden Rückgang der Investitionen in Kultur, falls sich diese Perspektive durchsetzt.

Quelle