17 January 2026, 13:46

Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Künstlerin trotz Antisemitismus-Vorwürfen fest

Ein Plakat, das ein Festival in München, Deutschland, ankündigt, mit einem Bild einer Frau mit menschlichem Gesicht, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text.

Palästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Künstlerin trotz Antisemitismus-Vorwürfen fest

Eine geplante an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif hat für Aufsehen gesorgt. Jüdische Organisationen fordern die Absage der und verweisen dabei auf bedenkliche Social-Media-Beiträge der Künstlerin. Die Akademie hält jedoch an ihrem Vorhaben fest und betont ihre Verpflichtung zur künstlerischen Freiheit.

Der Streit führte zudem zur vorläufigen Suspendierung des Rektors der Akademie, Tony Cragg, nachdem die studentische Initiative Kunst für Palästina die Einladung an al-Sharif im Dezember 2024 organisiert hatte.

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Auslöser der Kontroverse war die Einladung al-Sharifs durch das studentisch getragene Netzwerk Kunst für Palästina. Jüdische Gruppen, darunter das Netzwerk jüdischer Akademiker:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, forderten die Abschaffung der . Sie werfen der Künstlerin vor, in ihren Social-Media-Posts Terrorismus zu verherrlichen und antisemitische Haltungen gegenüber Israel zu verbreiten.

Die Akademie lehnte die Forderungen ab und erklärte, dass Antisemitismus und die Verherrlichung von Gewalt an ihrer Institution keinen Platz hätten. Gleichzeitig betonte sie, die Einladung an al-Sharif basiere auf deren international anerkanntem künstlerischem Werk. Um Bedenken auszuräumen, führte die Akademie Gespräche mit den organisierenden Studierenden und legte klare Rahmenbedingungen für die fest.

Die geplante Diskussion wird nun von den Studierenden selbst moderiert, wobei zusätzliche Kontextinformationen für einen respektvollen Austausch sorgen sollen. Trotz der Kritik bekräftigte die Akademie ihre Haltung zu offenem Diskurs und künstlerischer Entfaltung.

Die bleibt vorerst wie geplant terminiert, doch die Spannungen zwischen der Akademie und den jüdischen Organisationen bestehen fort. Die Suspendierung von Rektor Tony Cragg unterstreicht die Brisanz des Konflikts. Die Akademie beharrt indes darauf, dass ihre Entscheidung im Einklang mit den Prinzipien der künstlerischen Freiheit und des Dialogs stehe.