04 February 2026, 06:41

Lichtgottesdienst in Tiefenort zieht überraschend junge Menschen in die Kirche

Eine Gruppe von Menschen in weißen und blauen Kleidern steht auf einer Kirchenbühne, einige halten Kerzen, mit Blumenbouquets, Statuen, Lichtern und einem Bildschirm im Hintergrund.

Lichtgottesdienst in Tiefenort zieht überraschend junge Menschen in die Kirche

Kirche St. Peter in Tiefenort war am 1. Februar bis auf den letzten Platz gefüllt – trotz eisiger Temperaturen und eines gut besuchten lokalen Veranstaltungskalenders. Der Licht für alle-Gottesdienst lockte weit mehr Besucher als sonst üblich und überraschte die Veranstalter mit seiner großen Resonanz. Besonders auffällig: Viele der Anwesenden waren junge Menschen, was für kirchliche Veranstaltungen eher ungewöhnlich ist.

Der Abend begann mit drei eindrucksvollen Szenen, die die Gemeinde in die Welt der biblischen Offenbarung entführten. Mit Licht als zentralem Symbol erkundete die Darstellung Themen wie Wandel und Hoffnung. Statt der gewohnten Orgelmusik herrschte eine intime Club-Atmosphäre, während Hunderte kleiner Lichter der Menge einen warmen Schimmer verliehen.

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Die Band The Quiet Side betrat die Bühne und spielte handgemachte Musik mit Gitarre, Cajón und Mundharmonika. Pfarrer Thomas Volkmann begleitete sie am Keyboard. Ihr Programm verband ergreifende Melodien wie Kyrie eleison mit Beatles-Klassikern und ostdeutschen Rockballaden. Ein Höhepunkt war The Sound of Silence, das das Publikum in nachdenkliche Stille versetzte.

Die Predigt widmete sich der Vision Jesu als einem Feuer, das in uns brennt und selbst in der Dunkelheit den Weg erleuchtet. Im Anschluss nahmen die Besucher an einem Kerzenritual teil: Sie entzündeten Flammen in einem großen schmiedeeisernen Fisch als Symbol für persönliche Hoffnung und Gebete. Viele erhielten auch individuelle Segensworte, was ein Gefühl von Verbundenheit und Ermutigung schuf.

Nach dem Gottesdienst lud das offene Konzept der Kirche die Menschen zum Verweilen ein. Bei Glühwein, Lachen und Gesprächen verlängerte sich das Gemeinschaftsgefühl bis tief in die Nacht hinein.

Der Licht für alle-Gottesdienst brach mit Erwartungen: Die Kirche war voll, und besonders junge Gäste fühlten sich angesprochen. Die Mischung aus Musik, Theater und Ritual schuf ein Erlebnis, das sich deutlich von traditionellen Gottesdiensten abhob. Angesichts des Erfolgs überlegen die Veranstalter nun, wie sie diese Dynamik in künftige Treffen einfließen lassen können.