07 June 2026, 08:18

Lissabons CSD 2024: Tausende kämpfen für bedrohte LGBTI+-Rechte

"Kein Schweigen, keine Angst": Etwa 50.000 Menschen marschieren in Lissabon für LGBTI-Rechte

Lissabons CSD 2024: Tausende kämpfen für bedrohte LGBTI+-Rechte

Lissabons 27. CSD: Tausende ziehen für LGBTI+-Rechte durch die Straßen

Am Samstag fand in Lissabon der 27. Christopher Street Day (CSD) statt, der tausende Menschen auf die Straßen lockte. Die Demonstration startete um 17 Uhr am Marquês-de-Pombal-Platz, wobei die Organisator:innen vor wachsenden Bedrohungen für die Rechte queerer Menschen in Portugal warnten. Sorgen über politische Verschiebungen und mögliche Rücknahmen zentraler Gesetze prägten die diesjährigen Proteste.

Der Marsch vereinte 17 LGBTI+-, feministische und antirassistische Gruppen unter einem gemeinsamen Motto des Widerstands. Besonders im Fokus stand das Gesetz 38/2018, das die Selbstbestimmung der Geschlechtsidentität schützt – seine Abschaffung gilt als eine der größten Gefahren. Helder Bértolo vom Organisationsteam des CSD prognostizierte für 2026 noch größere Teilnehmerzahlen und verwies auf die zunehmende Feindseligkeit gegenüber der Community.

Auch Politiker:innen riefen zur Solidarität auf. Paulo Muacho von der Partei Livre betonte die Dringlichkeit der Teilnahme und warnte vor einer radikalisierten Rechten, die gezielt LGBTQI+-Rechte angreife. Joana Mortágua vom Linksblock unterstrich, der Marsch sei eine notwendige Antwort auf aktuelle Rückschläge.

Die Teilnehmerzahlen blieben mit rund 50.000 Menschen in den Jahren 2024 und 2025 stabil. Doch die Stimmung in diesem Jahr war ernster: Redner:innen hoben die Notwendigkeit hervor, hart erkämpfte Rechte in einem unsicheren politischen Klima zu verteidigen.

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Schon jetzt wird der CSD 2026 größer erwartet – ein Zeichen für die steigenden Spannungen um LGBTQI+-Rechte. Organisator:innen und Aktivist:innen machten deutlich, dass der Kampf um den Erhalt bestehender Gesetze im Mittelpunkt bleiben wird. Bis dahin gilt es, Einheit und Sichtbarkeit zu wahren – angesichts möglicher juristischer Angriffe.

Quelle