Luke Littlers "deutscher Fluch": Warum der Darts-Star in Deutschland immer wieder scheitert
Wieslaw JähnLuke Littlers "deutscher Fluch": Warum der Darts-Star in Deutschland immer wieder scheitert
Luke Littlers Dominanz im Darts hat einen deutlichen Dämpfer erhalten – ausgerechnet in Deutschland. Der junge Star hat zwar noch zwei große Titel vor sich: die Europameisterschaft und die World Masters. Doch es sind seine wiederkehrenden Probleme auf deutschem Boden, die besonders auffallen. Kritiker sprechen bereits vom "deutschen Fluch".
Erstmals deutlich wurden Littlers Schwierigkeiten in Deutschland bei der Europameisterschaft. 2023 schied er bereits in der zweiten Runde aus, in diesem Jahr folgte das Aus sogar schon im Eröffnungsspiel. Bei drei Auftritten im Land gelang es ihm in keinem einzigen Spiel, einen Durchschnitt von über 100 Punkten zu erreichen.
Hinzu kommen die Spannungen mit den deutschen Fans. Nach seinem frühen Ausscheiden beim German Darts Grand Prix 2024 kritisierte Littler die Zuschauer auf Social Media. Der Konflikt eskalierte beim World Cup of Darts in Frankfurt, als er mit seinem Partner gegen das deutsche Duo verlor.
Der ehemalige Profi Paul Nicholson vermutet mittlerweile, dass der Austragungsort selbst Littlers Spiel beeinträchtigen könnte. Der "deutsche Fluch" sei die einzige klare Schwachstelle in einer ansonsten glanzvollen Karriere des Ausnahmespielers, so Nicholson.
Littler bleibt zweifellos eines der größten Talente des Sports – doch seine Bilanz in Deutschland erzählt eine andere Geschichte. Ohne einen Sieg bei der Europameisterschaft und mit den anhaltenden Reibereien mit den lokalen Fans deutet nichts darauf hin, dass sich das Problem bald erledigt. Sein nächster Auftritt im Land wird mit noch größerer Aufmerksamkeit verfolgt werden.
