Mann verliert Zehntausende durch raffinierten Online-Betrug mit KI-Deepfakes
Ariane RosenowMann verliert Zehntausende durch raffinierten Online-Betrug mit KI-Deepfakes
Ein Mann aus Lippe hat sein gesamtes Erspartes verloren, nachdem er auf einen Online-Handelsbetrug hereingefallen war. Die Betrüger nutzten gefälschte Handelsplattformen und mit KI erstellte Deepfake-Videos, um ihn dazu zu bringen, Kredite aufzunehmen und Geld zu überweisen. Seine Verluste belaufen sich mittlerweile auf Zehntausende Euro.
Das Opfer hatte sich zunächst auf einer scheinbar seriösen Handelsplattform registriert. Kurze Zeit später forderten die Betrüger Vorabgebühren und wiesen ihn an, Gelder auf Kryptowährungsbörsen zu transferieren. Als seine Ersparnisse zur Neige gingen, manipulierten sie ihn weiter, indem sie ihm Deepfake-Videos zeigten, die ihn davon überzeugten, einen Kredit zu beantragen.
Trotz mehrfacher Zahlungen erhielt der Mann niemals eine Auszahlung. Seine finanzielle Situation verschlechterte sich dramatisch, da der Kredit ihn in schwere Bedrängnis brachte. Die Behörden warnen davor, dass die Aufnahme von Krediten zur Deckung von Betrugsverlusten die Not nur noch vergrößert.
Regionale Daten aus Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass die Fälle von Cyberkriminalität, darunter auch Anlagebetrug, von 919 im Jahr 2022 auf 818 im Jahr 2023 zurückgingen. Allerdings liegen keine genauen bundesweiten Zahlen zu Betrugsfällen mit gefälschten Online-Plattformen für das Jahr 2023 vor. Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat zwar Warnungen herausgegeben, veröffentlicht jedoch keine jährlichen Fallzahlen.
Experten raten dazu, Anbieter vor einer Investition bei der BaFin zu überprüfen. Sie betonen zudem, niemals Vorabgebühren zu zahlen und Verdachtsfälle umgehend der Polizei zu melden. Der Fall des Opfers zeigt, wie Betrüger Technologie nutzen, um ihre Maschen zu verfeinern und ihre Opfer immer tiefer in finanzielle Not zu treiben.
