Meinungsforscher Manuel Güllner übernimmt Schlüsselrolle bei Forsa und bleibt kritischer Mahner
Edeltrud WagnerMeinungsforscher Manuel Güllner übernimmt Schlüsselrolle bei Forsa und bleibt kritischer Mahner
Manuel Güllner, ein langjähriger Meinungsforscher, übernimmt bei Forsa eine neue Beraterrolle. Dort wird er die politische und Wahlforschung des Unternehmens leiten, während er gleichzeitig seine eigene datengestützte Arbeit fortsetzt. Was einst als Hobby begann, hat sich längst zu einer angesehene Profession in der Branche entwickelt.
Güllner machte seine Leidenschaft für die Meinungsforschung zunächst zu seinem Hauptberuf. Nun wird er die Führungsetage von Forsa in Fragen der politischen Umfragen und Wahlanalysen beraten. Trotz dieser neuen Position plant er, weiterhin seinen Newsletter zu veröffentlichen und seine Erkenntnisse mit Medien zu teilen.
Tägliche Umfrageergebnisse werden auch künftig auf seinem Schreibtisch landen, sodass er Veränderungen in der öffentlichen Stimmung verfolgen kann. Ungebrochen bleibt seine Überzeugung, dass es entscheidend ist, die Menschen direkt nach ihren Ansichten zu fragen. Diese Methode, so Güllner, decke die Gründe hinter Entscheidungen auf – etwas, das reine Daten allein nicht leisten könnten.
Gleichzeitig äußert er Bedenken darüber, wie Umfragedaten genutzt werden. Politiker und Medien würden Ergebnisse mitunter falsch interpretieren oder instrumentalisieren, was zu irreführenden Schlussfolgerungen führe. Zudem warnt er vor unzuverlässigen Daten, die von unseriösen Akteuren in der Branche in Umlauf gebracht werden. Dennoch betont er, dass die klassische Marktforschung ihren Wert behalte – selbst in einer Zeit, in der Tech-Konzerne riesige Mengen an Nutzerdaten sammeln.
Für Güllner ist der Kontext genauso wichtig wie die nackten Zahlen. Er insistiert darauf, dass Primärforschung stets im Zusammenhang mit anderen verfügbaren Daten analysiert werden sollte. Nur so lasse sich ein präziseres und differenzierteres Bild der öffentlichen Meinung zeichnen.
Mit seiner Doppelfunktion bei Forsa und als unabhängiger Analyst bleibt Güllner eine zentrale Figur der Meinungsforschung. Sein Fokus auf verantwortungsvollen Datenumgang und kontextbezogene Auswertung soll dazu beitragen, wie Umfrageerkenntnisse sinnvoll angewendet werden. Medien und politische Entscheidungsträger werden sich voraussichtlich weiterhin auf seine Expertise verlassen, um die öffentliche Stimmung fundiert einordnen zu können.
