Mercedes W17 überzeugt in Barcelona – doch das volle Potenzial bleibt noch versteckt
Edeltrud WagnerMercedes W17 überzeugt in Barcelona – doch das volle Potenzial bleibt noch versteckt
Die Vorsaison-Tests der Formel 1 2026 in Barcelona sind abgeschlossen, und Mercedes hat einen vielversprechenden Auftakt mit dem neuen W17 gezeigt. Der neue Bolide bewies sowohl Zuverlässigkeit als auch Tempo, doch Experten zufolge hat das Team sein volles Potenzial noch nicht offenbart. Unterdessen sorgten auch Terminänderungen und künftige Ambitionen im Motorsport für Schlagzeilen.
Während der drei Testtage in Barcelona absolvierte Mercedes mit dem W17 insgesamt 151 Runden – die höchste Zahl aller Teams. George Russell fuhr die zweitbeste Zeit, nur eine halbe Sekunde hinter dem Spitzenreiter. Trotz dieser starken Leistung behauptete der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya, das Auto liege noch "Sekunden" von seiner wahren Leistungsfähigkeit entfernt.
Unterdessen hat die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) ihren Kalender angepasst: Der zweite Lauf wurde um eine Woche vorverlegt, um eine Überschneidung mit dem Großen Preis von Japan zu vermeiden. Diese Änderung ermöglicht es Fahrern und Teams, an beiden Veranstaltungen ohne Terminkonflikte teilzunehmen.
Abseits der Strecke plant Max Verstappen langfristig einen Start bei den 24 Stunden Nürburgring. Sein ehemaliger Instruktor, Andreas Gülden, äußerte die Hoffnung, dass der dreifache Weltmeister auf die legendäre deutsche Rennstrecke zurückkehren wird. Verstappen selbst hatte bereits mehrmals seinen Wunsch geäußert, bei dem Langstreckenklassiker anzutreten.
Mercedes geht mit einem Auto in die Saison 2026, das bereits in den Tests überzeugt hat – auch wenn seine volle Performance noch nicht ausgeschöpft ist. Die überarbeitete NLS-Terminplanung vermeidet eine Kollision mit der Formel 1 und bietet den Teilnehmern mehr Flexibilität. Verstappen möglicher Nürburgring-Debüt verleiht den Motorsport-Fans in den kommenden Jahren eine zusätzliche Portion Vorfreude.
