Mietpreise in NRW steigen langsamer – doch die Unterschiede bleiben extrem
Edeltrud WagnerMietenanstieg in NRW verliert an Dynamik - Mietpreise in NRW steigen langsamer – doch die Unterschiede bleiben extrem
Mieten in Nordrhein-Westfalen steigen weiter – doch das Tempo verlangsamt sich
Zwischen Juli und September stiegen die Mieten im Schnitt nur noch um 0,7 Prozent, nach 0,9 Prozent im Vorquartal. In einigen Städten sanken die Preise sogar, während andere stärkere Anstiege als der Landesdurchschnitt verzeichneten.
Der aktuelle Greix-Mietindex zeigt gemischte Entwicklungen in der Region: In Bielefeld fielen die Mieten um 1,3 Prozent, in Bocholt und Münster gingen sie um 0,6 bzw. 0,4 Prozent zurück. Gleichzeitig verzeichnete Hamm mit plus 1,8 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Mönchengladbach und Wuppertal mit jeweils 1,6 Prozent mehr.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Mieten um 4 Prozent – der geringste Jahresanstieg seit Ende 2021. Inflationsbereinigt fiel der Zuwachs jedoch kaum ins Gewicht. Unter den acht größten deutschen Städten ragte Düsseldorf mit einem Plus von 0,7 Prozent heraus.
Deutlich werden auch die Unterschiede bei den Mietkosten: Köln (15,21 Euro) und Düsseldorf (14,40 Euro) wiesen die höchsten Kaltmieten pro Quadratmeter auf, während Gelsenkirchen (7,42 Euro) und Duisburg (8,21 Euro) deutlich günstiger blieben. Besonders preiswerte Wohnungen tauchen oft gar nicht auf Immobilienportalen auf, da sie häufig privat vermietet werden.
Der Index erfasst die angefragten Mieten in 37 deutschen Städten und Regionen, darunter 17 in Nordrhein-Westfalen. Die jüngsten Zahlen deuten auf eine gewisse Entspannung am Mietmarkt in Teilen des Landes hin. Zwar steigen die Kosten in manchen Städten weiter, doch die allgemeine Wachstumsrate hat sich abgeschwächt. Die Kluft zwischen teuren und erschwinglichen Lagen bleibt groß – und private Vermietungen erschweren die Suche für Mieter zusätzlich.






