17 February 2026, 10:45

Möbelkrise hält an: Drittes Jahr in Folge mit sinkenden Umsätzen

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und verschiedenen Gegenständen, mit Text am unteren Bildrand.

Kein guter Polster - anhaltender Einbruch in der Möbelindustrie - Möbelkrise hält an: Drittes Jahr in Folge mit sinkenden Umsätzen

Deutschlands Möbelindustrie steckt im dritten Jahr in Folge in der Krise: Umsätze brechen weiter ein

Die deutsche Möbelbranche verzeichnet das dritte Jahr in Folge rückläufige Umsätze. 2025 sank der Erlös um 3,4 Prozent auf knapp 15,8 Milliarden Euro. Der Rückgang setzt einen Marktabschwung fort, der durch die COVID-19-Pandemie und veränderte Konsumgewohnheiten ausgelöst wurde.

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Während der Pandemie war die Nachfrage nach Möbeln zeitweise stark gestiegen, doch seitdem geben viele Haushalte weniger aus. Wirtschaftliche Unsicherheit und zurückhaltende Budgets führen dazu, dass weniger Menschen in neue Sofas, Tische oder Kleiderschränke investieren. Lediglich der Küchensegment hält sich noch vergleichsweise stabil – bei Polstermöbeln und Wohnzimmer-Einrichtungen sind die Umsätze jedoch deutlich eingebrochen.

Weniger Neubauten, mehr Konkurrenz durch Billigimporte Die stockende Wohnungsbaukonjunktur verschärft die Probleme: Da weniger Menschen umziehen, entfällt ein wichtiger Grund für Möbelkäufe. Gleichzeitig drängen günstige Importe aus Asien auf den Markt und setzen deutsche Bahn-Hersteller unter Druck.

Seit Beginn der Krise 2023 haben rund 1.200 Möbelunternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet. Besonders schwer traf es die Branche 2024 mit etwa 450 Fällen. Der deutsche Markt, der zwei Drittel der Umsätze ausmacht, leidet am stärksten unter dem Abschwung.

Erholung 2026 bleibt unsicher Die Aussichten für eine Besserung im kommenden Jahr sind verhalten. Jedes dritte Unternehmen plant im ersten Quartal Kurzarbeit, um Kosten zu sparen. Jan Kurth, Geschäftsführer in der Branche, rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Stabilisierung.

Die Möbelindustrie kämpft weiterhin mit schwacher Nachfrage, steigenden Insolvenzzahlen und harter Konkurrenz durch Importware. Zwar könnte sich die Lage bis Ende 2026 etwas beruhigen – doch auf die Unternehmen kommen in den nächsten Monaten weitere Herausforderungen zu.