19 March 2026, 12:21

Moers ehrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft gegen Antisemitismus

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers ehrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft gegen Antisemitismus

Moers unternimmt neue Schritte, um sein jüdisches Erbe zu würdigen und Antisemitismus zu bekämpfen. Bürgermeisterin Julia Zupancic traf sich kürzlich mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und sagte als deren offizielle Schirmherrin ihre Unterstützung zu. Zudem veröffentlichte die Stadt eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens", die die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Gemeinde dokumentiert.

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Die Gesellschaft setzt sich seit Jahren für die Bewahrung des jüdischen Erbes in Moers ein. Sie entstand aus lokalen Initiativen und pflegt heute enge Verbindungen in ganz Deutschland. Besonders wichtig ist ihr die Einbindung junger Menschen: Regelmäßige Schulprojekte halten die Erinnerung wach.

Durch ihr Engagement hat die Gruppe der Stadt überregionale Anerkennung verschafft, darunter die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille. Zu den früheren Preisträgern zählen Heinz Kremers (1986) und Nikolaus Schneider (2012). Ähnliche Projekte gibt es auch in Nachbarstädten wie Krefeld, Uerdingen und Dortmund, wo Schulen und Bürgerinitiativen die Stolpersteine – kleine Gedenktafeln im Boden – reinigen und pflegen.

Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" beleuchtet die frühe jüdische Geschichte Moers' und die wenigen noch erhaltenen Relikte. Sie ist für drei Euro in öffentlichen Gebäuden der Stadt erhältlich.

Mit ihrer Schirmherrschaft stärkt Bürgermeisterin Zupancic das Anliegen der Gesellschaft, das jüdische Leben zu bewahren und Antisemitismus entgegenzutreten. Durch die Broschüre und die laufenden Schulprojekte bleibt die Erinnerung an die Stadtgeschichte präsent. Diese Initiativen vernetzen Moers mit der bundesweiten Gedenkarbeit – allein in fast 1.900 deutschen Orten erinnern über 107.000 Stolpersteine an die Opfer der NS-Zeit.

Quelle