06 February 2026, 04:31

Mönchengladbach will mit Ganztagsbetreuung in NRW vorpreschen – doch die Kosten bremsen aus

Der Eingang einer Schule mit einem Schild, auf dem "Schule" steht, auf der Seite einer Straße, mit einem Torbogen, einem Tor, einer Namenschilder, Pflanzen, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Mönchengladbach will mit Ganztagsbetreuung in NRW vorpreschen – doch die Kosten bremsen aus

Mönchengladbach, auch bekannt als Gladbach, erweitert die Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder und möchte dabei in Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterrolle einnehmen. Bis 2026 sollen 1.310 neue Plätze geschaffen werden, wobei die hohen Kosten und die begrenzte Landesförderung für Kritik seitens der Stadtverwaltung sorgen.

Am Mittwoch stellte die Stadt ihr Konzept für die Offene Ganztagsschule (OGS) dem Jugendhilfeausschuss vor. Die endgültige Entscheidung fällt am 4. März im Mönchengladbacher Stadtrat. Geplant ist unter anderem die Umstellung der Annaschule – der letzten Grundschule, die noch nicht auf Ganztagsbetrieb umgestellt wurde – inklusive Modernisierung der Küchen, Mensen und Mehrzweckräume.

Kein Kind, das derzeit eine Ganztagsbetreuung besucht, soll während der Umstellung seinen Platz verlieren. Bis zum Schuljahr 2026/27 will die Stadt 75 Prozent der Erstklässler – das entspricht 2.175 Plätzen – in der Ganztagsbetreuung unterbringen. Jeder neue Platz kostet über 1.000 Euro pro Monat, was die Stadt mit zusätzlichen Ausgaben von mehr als einer Million Euro belastet.

Landesweit nutzten im Schuljahr 2023/24 rund 52,7 Prozent der Grundschulkinder (372.930) das Angebot der Offenen Ganztagsschule. Etwa 62 Prozent der Schulleitungen rechnen damit, die gesetzliche Vorgabe für die Ganztagsbetreuung bis zum nächsten Jahr zu erfüllen. Mönchengladbach argumentiert jedoch, dass die Stadt einen zu großen Teil der finanziellen Last tragen muss – bei zu geringer Unterstützung durch das Land.

Durch den Ausbau wird der Zugang zur Ganztagsbetreuung für jüngere Schülerinnen und Schüler in Mönchengladbach deutlich verbessert. Die Verantwortlichen betonen, dass keine bestehenden Plätze gestrichen werden. Dennoch bleibt die Kritik am Fördermodell bestehen. Die Abstimmung am 4. März wird zeigen, ob das Vorhaben umgesetzt wird.

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