Mordprozess in Bonn: Mann soll sehbehinderte Partnerin erstochen haben
Wieslaw JähnMordprozess in Bonn: Mann soll sehbehinderte Partnerin erstochen haben
Vor dem Landgericht Bonn muss sich ein 31-jähriger Mann wegen des Mordes an seiner 30-jährigen Partnerin in Troisdorf verantworten. Die Tat ereignete sich im Mai, als die fast erblindete Frau im Flur ihres Wohngebäudes mindestens zehnmal erstochen wurde.
Der Vorfall geschah an einem Samstagmorgen. Laut Staatsanwaltschaft griff der Angeklagte seine Partnerin mit einem Metzgermesser an und fügte ihr dabei tödliche Verletzungen zu. Trotz eines Nottransports per Hubschrauber ins Krankenhaus erlag sie später ihren Verletzungen.
Der Beschuldigte alarmierte unmittelbar nach der Tat den Rettungsdienst. Die Ermittler sicherten die mutmaßliche Tatwaffe später in der gemeinsamen Wohnung des Paares. Die Behörden stufen die Bluttat als Heimtücke-Mord ein, da die schwere Sehbehinderung des Opfers es ihr unmöglich machte, den Angriff vorherzusehen oder sich dagegen zu wehren. Das Motiv für die Tat bleibt unklar. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Die Verhandlung vor dem Bonner Landgericht dauert an. Die Anklage stützt sich auf das Vorgehen des Beschuldigten und die Schutzlosigkeit des Opfers. Ein Urteil steht noch aus.
