Mordprozess nach 26 Messerstichen in Krefelder New-Yorker-Filiale
Edeltrud WagnerMord in Modekette: Mitarbeiter bekennt sich - Mordprozess nach 26 Messerstichen in Krefelder New-Yorker-Filiale
Ein 25-jähriger Mitarbeiter hat gestanden, eine Filialleiterin in einem New Yorker-Geschäft in Krefeld 26-mal erstochen zu haben. Die Tat ereignete sich am Abend des 7. Mai und endete tödlich für die 41-jährige Frau. Der Modehändler zeigte sich später erschüttert über die brutale Attacke.
Der Angeklagte war seit drei Monaten über einen Minijob mit einem Stundenlohn von 13,50 Euro in der Filiale beschäftigt. Vor Gericht gab er an, sich vom Vorgesetzten gemobbt gefühlt zu haben, und erklärte, er habe an jenem Tag ein Messer mit zur Arbeit genommen. Ein gerichtlich bestellter Gutachter kam später zu dem Schluss, dass der Mann schwer psychisch erkrankt war und zum Zeitpunkt der Tat vermutlich nicht schuldfähig gewesen sei.
Der Prozess läuft noch; die nächste Verhandlung ist für kommenden Mittwoch angesetzt. Sollte der Mitarbeiter schuldig gesprochen werden, droht ihm eine unbegrenzte Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung im Rahmen der Sicherungsverwahrung. New Yorker hat seitdem keine weiteren Stellungnahmen zu Sicherheitsvorkehrungen oder Personalrichtlinien in anderen Filialen veröffentlicht.
Im Mittelpunkt des Falls stehen der psychische Zustand des Mitarbeiters und seine Vorwürfe wegen Misshandlung am Arbeitsplatz. Das Urteil wird entscheiden, ob er in eine langfristige psychiatrische Behandlung eingewiesen wird. Über unternehmensweite Änderungen wurde bisher nichts bekannt.
