11 January 2026, 16:36

Münsterer Polizei bereitet sich auf mögliche Castor-Transporte nach Ahaus vor

Ein Schreibtisch mit Papieren und Akten, mit uniformierten Personen auf der rechten Seite und einer Person, die links steht, einem Stuhl dahinter und "US Army RDECOM" auf der Wand im Hintergrund.

Münsterer Polizei bereitet sich auf mögliche Castor-Transporte nach Ahaus vor

Die Polizei in Münster bereitet sich auf mögliche Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus vor. Der Schritt folgt einem jüngsten Gerichtsurteil, das einen Eilantrag des Umweltverbandes BUND abgewiesen hat. Zwar bleibt der Verband die Möglichkeit einer Berufung, doch die Behörden sind nun bereit, bei Bedarf kurzfristig zu handeln.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte Anfang Januar 2026 den Eilantrag von BUND NRW zurückgewiesen. Diese Entscheidung räumt eine zentrale rechtliche Hürde für die geplanten Transporte aus dem Weg. Allerdings kann der Verband noch vor dem Oberverwaltungsgericht klagen – eine Entscheidung steht hier jedoch noch aus.

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Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf bestätigte, dass die operativen Vorbereitungen für die Transporte nahezu abgeschlossen seien. Ihr Team könne bei Bedarf kurzfristig die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Aus Sicherheitsgründen werde der genaue Zeitpunkt etwaiger Transporte nicht bekannt gegeben. Die Ablehnung des BUND-Antrags erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Transporte bald beginnen könnten. Die Münsteraner Polizei betont zwar ihre Einsatzbereitschaft, bleibt aber angesichts möglicher Proteste oder Verzögerungen vorsichtig.

Das juristische Verfahren läuft indes weiter: Das Oberverwaltungsgericht hat über die Berufung des BUND noch nicht entschieden. Sollten keine weiteren Hindernisse auftauchen, könnte der Atommüll bald transportiert werden. Die Behörden haben deutlich gemacht, dass sie bereit sind, ohne Vorwarnung zu handeln.