Münsters Modellprojekt bringt Geflüchtete und Einheimische an einen Tisch
Uta PatbergMünsters Modellprojekt bringt Geflüchtete und Einheimische an einen Tisch
Mehr als zehn große Einrichtungen in Münster haben sich zusammengeschlossen, um die Integration von Geflüchteten durch eine gemeinsame Initiative zu fördern. Das „Modellprojekt für Integration“ läuft seit Oktober 2024 in der Landesaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete. Erst vergangene Woche veranstaltete es im Rahmen seiner Bemühungen einen Möbelwerkstatt-Tag und ein Fußballturnier.
Das Bündnis, das unter der Schirmherrschaft der Bezirksregierung Münster steht, hat sich zum Ziel gesetzt, Bewohnern der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) den Einstieg in das Leben in Deutschland zu erleichtern. Die Aktivitäten konzentrieren sich darauf, deutsche Werte, demokratische Grundsätze und soziale Regeln durch praktische Projekte zu vermitteln.
Ein solches Projekt war eine Möbelwerkstatt am 30. August 2025. Organisiert vom Bezirksrat Gremmendorf, brachte sie ZUE-Bewohner, Ehrenamtliche und Nachbarn aus dem York-Viertel zusammen, um gemeinsam Möbel für den lokalen Bedarf herzustellen.
Ein weiterer Höhepunkt war ein Fußballturnier am selben Tag. Der SC Gremmendorf richtete das Event aus, bei dem die „ZUE Allstars“ – ein Team aus Bewohnern der Aufnahmeeinrichtung – an den Start gingen.
Auch die Münstersche Polizei beteiligt sich an der Initiative, indem sie Geflüchtete mit der deutschen Polizei vertraut macht. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und rechtliche Erwartungen zu klären. Bezirkspräsident Andreas Bothe berichtete, dass das Projekt in etwa zehn Monaten bereits über 600 Menschen erreicht und zahlreiche Begegnungen ermöglicht habe. Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf bestätigte, dass alle geplanten Maßnahmen nun umgesetzt seien, und betonte die Kraft der Zusammenarbeit bei der Integration.
Das Projekt hat den ZUE-Bewohnern durch Workshops, Sportangebote und den Austausch mit der Polizei konkrete Unterstützung geboten. Mit der Umsetzung aller angekündigten Aktivitäten erweitert das Bündnis weiterhin die Möglichkeiten für Begegnungen. Bereits über 600 Menschen haben von den Angeboten des Programms profitiert.






