Nagelsmanns WM-Pläne: Warum Maxi Beier trotz starker Saison fehlt
Nagelsmann setzt bei der WM-Planung auf schnelle Stürmer – Beier bleibt vorerst außen vor
Bundestrainer Julian Nagelsmann formt seinen Kader für die Weltmeisterschaft mit besonderem Fokus auf tempostarke Offensivkräfte. Sein Konzept sieht ein oder zwei Spieler für schnelle Konter vor, doch Maxi Beier von Borussia Dortmund muss vorerst weiter auf eine Berücksichtigung warten. Der 21-jährige Stürmer, der zuletzt im Oktober 2023 für die Nationalmannschaft auflief, wurde auch für die anstehenden Testspiele gegen die Schweiz und Ghana nicht nominiert.
Die Nichtberücksichtigung Beiers stößt auf Kritik – etwa von BVB-Legende Roman Weidenfeller, der nicht nachvollziehen kann, warum der in guter Form befindliche Angreifer vom Nationalteam weiterhin ignoriert wird.
Sein letzter Einsatz für die DFB-Elf datiert aus dem WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland vor fünf Monaten. Seither blieb eine erneute Einladung aus: Sowohl der Kader im November 2023 als auch die aktuelle Nominierung für die März-Länderspiele kamen ohne ihn aus. Dennoch betont Nagelsmann, dass für Beier weiterhin die Chance bestehe, sich in den Kreis zu kämpfen.
Der Dortmunder Stürmer zeigt in dieser Saison starke Leistungen und erzielte in 15 Pflichtspielen fünf Tore. Seine Auftritte bleiben nicht unbemerkt – Weidenfeller spricht ihm öffentlich eine verdiente Chance aus. Doch während drei seiner Mannschaftskollegen – Waldemar Anton, Felix Nmecha und Nico Schlotterbeck – in den aktuellen Kader berufen wurden, fehlt Beiers Name erneut.
Nagelsmanns Suche nach schnellen, direkt agierenden Stürmern beschränkt sich nicht auf Beier. Auch Karim Adeyemi, ein weiterer BVB-Angreifer, steht im Fokus, wenngleich Weidenfeller dessen Unbeständigkeit kritisiert: Er sei zwar ein potenzieller Spielmacher, der jedoch zu oft nicht liefert. Ein weiterer Kandidat für die Rolle ist Kevin Schade, der derzeit für den englischen Klub Brentford spielt.
Die anstehenden Testspiele gegen die Schweiz am 27. März und drei Tage später gegen Ghana bieten Nagelsmann die nächste Gelegenheit, seine Optionen zu prüfen. Für Beier und Adeyemi heißt es jedoch vorerst: abwarten – und sich weiterhin auf Vereinsebene beweisen.
Beiers Auslassung bedeutet für ihn, dass er noch mehr leisten muss, um sich einen Platz im WM-Kader zu sichern. Da Nagelsmann auf Tempo in der Offensive setzt, ist die Konkurrenz groß – neben Schade drängt auch Adeyemi auf eine Nominierung. Die März-Länderspiele werden Hinweise geben, wer sich durchsetzen könnte. Für Beier aber geht das Warten vorerst weiter.






