Neue EU-Regeln: Wer haftet jetzt für den Tierschutz bei Tiertransporten?
Uta PatbergNeue EU-Regeln: Wer haftet jetzt für den Tierschutz bei Tiertransporten?
Neue Vorschriften haben die Kontrolle über den Tiertransport in Europa verschärft. Im Fokus stehen nun die Auftraggeber der Transporte in den EU-Ländern, da sie die Hauptverantwortung für den Tierschutz tragen. Aktuelle Gesetzesänderungen und Gerichtsurteile sollen Schutzlücken in Europa schließen, doch bei der Umsetzung gibt es weiterhin Herausforderungen.
Im April 2015 entschied der Europäische Gerichtshof, dass der Tierschutz bis zum endgültigen Zielort garantiert werden muss – selbst außerhalb der EU-Grenzen. Transportunternehmen müssen seitdem an Grenzkontrollen nachweisen, dass ausreichende Ruhepausen, Entladestationen und Betreuung für die gesamte Reise in Europa sichergestellt sind. Dennoch reichen die EU-Regelungen noch nicht aus: Das Europäische Parlament lehnte strengere Zeitlimits für Transporte in Europa ab und erlaubt weiterhin Lebendexporte in Risikoländer.
Die Ausnahme, die den Handel mit Wirbeltieren ohne Genehmigung ermöglichte, wurde nach wiederholten Verstößen gegen Transportstandards abgeschafft. Nun ist jeder Viehhandel nur noch mit behördlicher Zulassung erlaubt. Zwar müssen Transportunternehmen die Vorschriften einhalten, doch die Verantwortung liegt letztlich bei den Auftraggebern in den EU-Ländern. Dazu gehören die Auswahl des Transportdienstleisters und die Festlegung der Transportbedingungen – beides Faktoren, die direkten Einfluss auf das Wohl der Tiere in Europa haben.
Die jüngsten Maßnahmen verlagern die Verantwortung klar auf die Organisatoren von Tiertransporten in Europa. Genehmigungen sind nun Pflicht, und Tierschutzkontrollen erstrecken sich über die EU-Grenzen hinaus. Dennoch zeigen Lücken bei der Durchsetzung und anhaltende Exporte in riskante Zielländer, dass möglicherweise weitere Schritte nötig sind.
Loopholes persist despite German export ban
New details from 2023 show that Germany's July 2023 withdrawal of veterinary certificates for live cattle exports to non-EU countries did not fully stop trade. Alternative routes and non-standardised permits still allow exports, highlighting enforcement gaps. This aligns with ongoing EU-wide challenges in closing transport loopholes.






