10 June 2026, 00:42

Neue IBAN-Prüfpflicht: So schützen Banken ab Oktober vor Betrugsüberweisungen

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

Neue IBAN-Prüfpflicht: So schützen Banken ab Oktober vor Betrugsüberweisungen

Neue Regeln für Banküberweisungen treten am 9. Oktober in Kraft

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Banken und Sparkassen müssen künftig prüfen, ob der Name des Zahlungsempfängers mit der IBAN übereinstimmt, bevor sie eine Überweisung ausführen. Die Änderung soll Betrugsfälle verringern – doch wer Warnhinweise ignoriert, trägt weiterhin selbst die Verantwortung.

Die kommende Regelung, „Empfängerprüfung“ (engl. Verification of Payee, VoP), verpflichtet Finanzinstitute, Kontodaten vor der Freigabe von Geldern abzugleichen. Stimmen Name und IBAN nicht überein, erscheint eine Warnmeldung, und der Kunde entscheidet, ob er die Transaktion trotzdem durchführt. Wer die Überweisung trotz Hinweis autorisiert, haftet persönlich für etwaige Verluste.

Betrüger bringen Opfer oft dazu, Geld auf falsche Konten zu überweisen – etwa durch gefälschte E-Mails oder Scheinjobangebote. Besonders riskant sind Echtzeit-Überweisungen, da Kunden sicherstellen müssen, dass der Empfänger seriös ist und die Kontodaten korrekt sind. Banken erstatten Betrugsverluste nur, wenn Kunden alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben und keine Schuld trifft.

Die Europäische Union schreibt keinen Abgleich von IBAN und Name vor, was grenzüberschreitenden Betrug erleichtert. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin warnt Verbraucher, bei der Weitergabe sensibler Kontodaten wachsam zu bleiben. Banken sind von der Haftung ausgenommen, wenn Kunden grob fahrlässig oder vorsätzlich handeln.

Das neue VoP-System erhöht die Sicherheit – doch Kunden müssen weiterhin umsichtig agieren. Wer Warnungen bei Überweisungen ignoriert, trägt das finanzielle Risiko bei Betrug selbst. Banken prüfen jeden Fall individuell, bevor sie Erstattungen gewähren.

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