Neuer Asterix-Band karikiert Verteidigungsminister Pistorius als römischen Zenturio
Wieslaw JähnWarum Boris Pistorius in der neuen 'Asterix'-Geschichte auftritt - Neuer Asterix-Band karikiert Verteidigungsminister Pistorius als römischen Zenturio
Der neueste Asterix-Band, Asterix in Lusitanien, ist seit etwas mehr als einer Woche im Handel erhältlich. Diesmal haben Leser ein bekanntes Gesicht entdeckt: einen römischen Zenturio, der dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius verblüffend ähnelt.
Die Ähnlichkeit des Charakters mit Pistorius wurde zunächst vom deutschen Übersetzer des Comics bemerkt, der sie als "erstaunlich" bezeichnete. Die Macher betonen jedoch, dass die Darstellung keine politische Aussage trage. Wie viele historische Figuren der Reihe endet auch dieser Zenturio als Besiegter der Gallier.
Der neue Band stammt aus der Feder von Fabcaro und wurde von Didier Conrad illustriert. Der Nachname des Zenturios, "Pistorius", wurde wegen seines lateinischen Klangs gewählt – ursprünglich diente allerdings der britische Komiker Ricky Gervais als Vorbild für die Figur. Asterix-Comics enthalten seit jeher Karikaturen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Politikern bis hin zu Prominenten.
In früheren Ausgaben tauchten etwa Technokratus (inspiriert von Laurent Fabius) oder Croesus Lupus (angelehnt an Silvio Berlusconi) auf. Die von René Goscinny und Albert Uderzo geschaffene Serie bleibt damit ihrer Tradition humorvoller Anspielungen treu. Asterix in Lusitanien ist in Deutschland bereits ein Bestseller – mit 1,5 Millionen verkauften Exemplaren.
Die Veröffentlichung des Comics lenkt den Blick auf die lockere Art, wie die Reihe bekannte Persönlichkeiten aufgreift. Zwar mag Pistorius' Auftritt einige Augenbrauen hochziehen, doch die Geschichte folgt dem bewährten Mix aus Humor und Abenteuer. Die starken Verkaufszahlen zeigen: Die Fans freuen sich weiterhin auf neue Asterix-Streiche.
