Neues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität
Wieslaw JähnNeues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität
Fünf Kommunen im Bergischen Land haben eine neue Initiative zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität gestartet. Das Gemeinsame Koordinationszentrum (GeKo) Rhein-Wupper konzentriert sich auf Bandenkriminalität, Sozialbetrug und Menschenhandel. Behördenvertreter bezeichnen das Projekt als Vorbild für die kommunenübergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung schwerer Straftaten.
Das GeKo bündelt lokales Fachwissen aus den Bereichen Gewerbeaufsicht, Außenkontrollen und Liegenschaftsverwaltung, um die Ermittlungsbehörden zu unterstützen. Durch die Zusammenführung von Ressourcen soll das Zentrum kriminelle Netzwerke aufdecken, Geldwäsche nachverfolgen und Scheinfirmen identifizieren. Die Koordination übernimmt Stefan Grawe mit Sitz in Wuppertal, unterstützt von einem Lenkungsausschuss und festen Ansprechpartnern in jeder beteiligten Stadt.
Die Initiative wird aus einem Landesprogramm mit 280.000 Euro und fachlicher Begleitung finanziert. Die teilnehmenden Städte teilen sich die Personalkosten und arbeiten eng mit Bundes- und Landesbehörden zusammen – darunter Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaften. Thomas Hunsteger-Petermann, Landesbeauftragter von Nordrhein-Westfalen, betonte, dass die lokale Vernetzung entscheidend sei, um gemeinsame Sicherheitsherausforderungen wirksam anzugehen.
Bis Februar 2026 werden mindestens zwölf weitere Städte – darunter Dortmund, Essen, Münster und Coesfeld – ähnliche Koordinationsstellen einrichten. Acht weitere befinden sich laut Innenministerium des Landes in der Planung. Der Ansatz des GeKo setzt auf Risikobewertung, präventive Maßnahmen und abgestimmte Vollstreckung über kommunale Grenzen hinweg.
Die GeKo-Initiative Rhein-Wupper zielt darauf ab, öffentliche Einrichtungen zu schützen und das Vertrauen in die Demokratie zu stärken. Ihre Arbeit gegen organisierte Kriminalität, Sozialbetrug und Geldwäsche basiert auf gemeinsamem Wissen und klaren Zuständigkeiten. Das Modell findet bereits Nachahmer – immer mehr Regionen übernehmen das kooperative Rahmenkonzept.
