Neuköllns Dr. House startet mit Kunst, Tanz und Kampf gegen Kinderarmut
Ariane RosenowNeuköllns Dr. House startet mit Kunst, Tanz und Kampf gegen Kinderarmut
Neuköllns 'Dr. House' hat offiziell eröffnet – mit Performances, Workshops und einer Konferenz zu Kinderarmut
An der Lucy-Lameck-Straße 32 in Berlin-Neukölln hat das Dr. House seine Türen geöffnet. Zur Eröffnung gab es Bühnenaufführungen, Tanzworkshops und eine Fachkonferenz zum Thema Kinderarmut. Dank zusätzlicher Fördergelder der Lotto-Stiftung konnte das Projekt nach früheren Kürzungen langfristig gesichert werden.
Erst Ende 2024 hatte das Haus die Genehmigung für die Nutzung des Gebäudes erhalten, doch zunächst drohten Haushaltskürzungen die Pläne zu gefährden. Kurz vor der Eröffnung wurden einige der Streichungen rückgängig gemacht – das Jahresbudget stieg damit auf 800.000 Euro.
Den Auftakt der Eröffnungsfeierlichkeiten bildete eine Performance des Tänzers Eylo. Das Kollektiv Future Move präsentierte die Produktion „Swarming“, während Ahmed einen Workshop zu Afro-Contemporary leitete. Besucher:innen konnten an einer Krump-Session teilnehmen, einem crossover-Tanzbattle oder an sozialen Spielen des Social Muscle Club. Neben den künstlerischen Darbietungen stand eine Konferenz zur Bekämpfung von Kinderarmut auf dem Programm. Das Dr. House will Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen – mit Praktika in verschiedenen Bereichen und einem speziellen Austauschprogramm namens „My Dance“.
Mit einem gesicherten Budget und einer klaren Mission hat das Haus nun seinen Betrieb aufgenommen. Die Eröffnungsveranstaltungen unterstrichen den Gemeinschaftsgedanken und die künstlerische Teilhabe. Künftig soll der Ort weiterhin Workshops, Aufführungen und Chancen für junge Menschen in Neukölln bieten.
