Neuland Neuss wächst: Geothermie und 650 Wohnungen bis 2025 geplant
Im Neubaugebiet Neuland Neuss schreiten die Bauarbeiten voran – die geothermischen Bohrungen laufen bereits. Das von der P+B Gruppe geleitete Projekt sieht auf einem 50.000 Quadratmeter großen Gelände den Bau von rund 650 neuen Wohnungen vor. Die Entwickler setzen dabei auf eine klimaneutrale Energieversorgung durch unterirdische Wärmequellen.
Bisher gestalteten sich die Arbeiten auf dem Gelände intensiv: Über 130.000 Tonnen Erde – das entspricht etwa 5.200 Lkw-Ladungen – wurden für Bodentests und die Vorbereitung der Geothermie umgelagert. Die Bohrphase, bei der 107 Bohrlöcher mit einer Tiefe von bis zu 200 Metern entstehen, soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Anschließend wird das System das gesamte Viertel nachhaltig mit Wärme und Kälte versorgen.
Aktuell laufen Ausschreibungen für die notwendige Infrastruktur, darunter Zufahrtsstraßen und Abwassersysteme. Dafür müssen jedoch einige Bäume entlang der Zufahrtsstraße und der Further Straße gefällt werden. Die Stadt hat zugesagt, den Eingriff durch umfangreiche Neupflanzungen auszugleichen. Zudem entsteht mit dem Grünen Furth ein neuer Park, der die Grünflächen des Gebiets aufwertet.
Die ersten Bauanträge für die Wohngebäude sollen im Oktober 2025 eingereicht werden. Die Abstimmung zwischen der Stadt und der P+B Gruppe verläuft eng, um sicherzustellen, dass die Prüfung von Ausschreibungen und Genehmigungen ohne unnötige Verzögerungen vorankommt.
Neuland Neuss nimmt Gestalt an – mit Geothermie als Herzstück. Bis Ende 2025 werden die ersten Bauanträge gestellt, und das Projekt rückt der Umsetzung einen Schritt näher. Nach Fertigstellung bietet das Viertel 650 Wohnungen, aufgewertete Grünflächen und eine vollständig klimaneutrale Energieversorgung.






