Neuss rüstet Grundschulen nach Sicherheitslücke mit strengeren Schutzmaßnahmen aus
Edeltrud WagnerNeuss rüstet Grundschulen nach Sicherheitslücke mit strengeren Schutzmaßnahmen aus
Neuss verschärft Sicherheitsvorkehrungen an Grundschulen nach Vorfall im vergangenen Jahr
Nach einem besorgniserregenden Zwischenfall im letzten Jahr führt Neuss an seinen Grundschulen strengere Sicherheitsmaßnahmen ein. Ein Mann war damals in einer Schultoilette aufgefunden worden – ein Vorfall, der Schwachstellen beim Schutz sensibler Bereiche vor unbefugtem Zutritt offenlegte. Heute wird der Schulausschuss weitere Schritte beraten, um ähnliche Risiken künftig zu verhindern.
Den Anstoß für die verschärften Kontrollen gab ein Vorfall an einer Neusser Grundschule, bei dem Schüler einen unbekannten Mann in ihrer Toilette antrafen. Die Schulleitung sperrte den Mann daraufhin ein, bis die Polizei eintraf; Verletzte gab es nicht. Dennoch zeigte der Vorfall gravierende Lücken in der Schulsicherheit auf.
Seither haben die Schulen Nachrüstungen gefordert, darunter stabilere Schlösser, höhere Zäune und Videoüberwachung. Die Verantwortlichen werden nun jeden Antrag prüfen und sich zunächst auf die dringendsten Fälle konzentrieren. Eine Schule hat bereits ein elektronisches Zugangssystem für die Toiletten installiert, die meisten anderen werden während der Osterferien nachziehen.
Insgesamt erhalten vierzehn Grundschulen elektronisch gesicherte Sanitärbereiche. In den vergangenen acht Jahren hat Neuss bereits Toiletten in 38 Schulgebäuden saniert, wobei unklar bleibt, welche Sicherheitsstandards dabei früher galten. Die neuen Maßnahmen sollen sicherstellen, dass unbefugte Personen keinen Zutritt zu geschützten Bereichen erhalten.
Die Änderungen sind Teil einer umfassenden Initiative zur Absicherung von Schulanlagen. Elektronische Zugangskontrollen und weitere Aufrüstungen werden in den kommenden Monaten schrittweise eingeführt. Die Verantwortlichen betonen, dass der Schutz der Schülerinnen und Schüler oberste Priorität habe.
