Neuzugänge beim BVB? Ricken versteht Fan-Enttäuschung
BVB-Neuzugänge? Ricken versteht die Erwartungen der Fans
Borussia Dortmund gab im vergangenen Sommer viel Geld aus, um den Kader zu verstärken. Doch keiner der Neuzugänge hat sich bisher als Stammspieler etabliert. Sportdirektor Lars Ricken zog dennoch eine positive Zwischenbilanz – auch wenn er die wachsende Unzufriedenheit unter den Fans nachvollziehen kann.
Borussia Dortmunds Sommertransfers kämpfen in dieser Saison um regelmäßige Einsatzzeiten. Trotz hoher Investitionen in neue Talente hat sich bisher nur Jobe Bellingham als fester Bestandteil der Mannschaft durchsetzen können. Die Fans zeigen sich zunehmend frustriert, doch der Verein bleibt geduldig mit seinen jungen Neuzugängen.
Der Mittelfeldspieler ist unter den Neuverpflichtungen der aktivste: Er kam auf fast 500 Spielminuten in 14 Bundesliga-Partien. Sein bestes Spiel zeigte er gegen den SC Freiburg – auch wenn es für ihn mit einer roten Karte vorzeitig endete. Selbst in einem stark besetzten Mittelfeld ist seine Entwicklung erkennbar.
Fábio Silva hingegen steht in der Stürmerhierarchie hinter Serhou Guirassy. Der portugiesische Angreifer bestritt neun kurze Bundesliga-Einsätze, in denen er drei Vorlagen beisteuerte, aber noch kein Tor erzielte. Gerüchten zufolge könnte er im Winter einen Wechsel anstreben, um Spielpraxis für die WM zu sammeln. Sportdirektor Lars Ricken schloss einen Abgang im Januar jedoch kategorisch aus. Carney Chukwuemeka kam in dieser Saison zwölfmal zum Einsatz, stand aber nur fünfmal in der Startelf. Sein einziges Tor gelang ihm in begrenzter Spielzeit – ein Zeichen dafür, wie schwer es ist, sich in die Stammformation zu spielen. Keiner der Sommer-Neuzugänge hat sich bisher einen festen Platz erkämpft.
Ricken verteidigte die Transferstrategie des Vereins und betonte, die jungen Spieler bräuchten mehr Zeit zur Eingewöhnung. Trotz des holprigen Starts bleibt er von ihrem langfristigen Potenzial überzeugt. BVB-Geschäftsführer Sebastian Kehl deutete zwar mögliche Transfers im Januar 2025 an, nannte aber keine konkreten Namen für das bevorstehende Transferfenster.
Dortmunds Sommerneuzugänge befinden sich weiterhin in der Anpassungsphase, wobei Bellingham die meisten Spielminuten sammelt. Der Verein schloss vorzeitige Abgänge – auch Silvas – aus und setzt weiter auf die Entwicklung der Talente. Bisher ist der Einfluss des Trios begrenzt, doch die Saison bietet noch Chancen für Fortschritte.
