NGG warnt vor Ausbeutung im Gastgewerbe während der Fußball-WM 2026
NGG warnt Gastgewerbe vor Ausbeutung während der WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Arbeitgeber im Gastgewerbe davor gewarnt, Beschäftigte während der Fußball-Weltmeisterschaft auszubeuten. Die NGG in Krefeld-Neuss besteht darauf, dass Mitarbeiter keine übermäßigen Überstunden leisten oder unfair behandelt werden dürfen. Zudem fordert sie bessere Bezahlung für die Branche.
Die NGG plant, unmittelbar nach WM-Beginn Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Gastgewerbe Nordrhein-Westfalens aufzunehmen. Verhandelt wird mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) im Namen von Köchen, Servicekräften und weiteren Mitarbeitern. Eine zentrale Forderung ist eine Lohnerhöhung von sechs Prozent – das würde für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft wie Köche oder Servicekräfte mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten.
Die Gewerkschaft hat zudem klare Regeln für WM-Schichten festgelegt: Jede zusätzliche Arbeitsstunde muss bezahlt werden. Während der stoßweisen Auslastung bei Spielen sollten Arbeitgeber zusätzliches Personal einstellen, um eine „Überstunden-WM“ zu verhindern. Dienstpläne müssen zudem Rücksicht auf Beschäftigte mit Kindern oder Pflegeverantwortung nehmen.
Die NGG betont, dass ein motiviertes Team im Gastgewerbe unverzichtbar sei. Ohne faire Arbeitsbedingungen leiden Leistung und Moral der Belegschaft. Zu den Forderungen zählen höhere Löhne und strengere Kontrollen der Schichtplanung. Die Arbeitgeber müssen diese Anliegen nun in den anstehenden Verhandlungen aufgreifen – das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte in der Region betreffen.






