26 June 2026, 06:15

NRW-Bahnen reduzieren spontane Zugausfälle drastisch – trotz Personalmangel

Weniger Kurzfristige Zugausfälle in NRW

NRW-Bahnen reduzieren spontane Zugausfälle drastisch – trotz Personalmangel

Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle in den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 deutlich reduziert. Trotz des anhaltenden Mangels an Lokomotivführern profitieren Fahrgäste nun von zuverlässigeren Verbindungen – auch wenn insgesamt weniger Züge unterwegs sind.

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Auf wichtigen Strecken ging die Zahl der spontanen Ausfälle stark zurück. Der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verzeichnete einen Rückgang um 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) kam auf ein Minus von 72 Prozent, während die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) sogar 82 Prozent weniger Ausfälle meldete. Auch auf den Hauptlinien des Rhein-Ruhr-Express (RRX) gab es laut Verkehrsbehörden weniger Störungen.

Um die Situation zu entlasten, haben die Betreiber auf besonders betroffenen Strecken das Angebot reduziert. Dadurch fahren derzeit etwa 4 Prozent weniger Züge. Dafür kommen die verbleibenden Verbindungen nun pünktlicher an.

Oliver Wittke, Chef des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2026 wieder den vollständigen Original-Fahrplan anzubieten. Dafür sollen bis Dezember 2025 genug Lokomotivführer eingestellt werden. Gelingt dies, könnte ab dem folgenden Jahr auf vielen Strecken im Land wieder der volle Takt fahren.

Die sinkende Zahl der kurzfristigen Ausfälle hat die Reiseplanung für Fahrgäste zwar zuverlässiger gemacht. Doch die Gesamtzahl der Verbindungen ist nicht gestiegen. Der Fokus liegt weiterhin darauf, den bestehenden Fahrplan zu stabilisieren und gleichzeitig den Personalmangel zu beheben.

Quelle