28 January 2026, 18:52

NRW rettet Regionalverkehr: 400 Millionen Euro für stabile Express-Verbindungen nach Streiks und Insolvenz

Eine Karte von Ludwigshafen, Deutschland, mit einer roten Linie, die die Bahnroute zeigt, und Text, der die Länge, Entfernung und Sehenswürdigkeiten der Bahn beschreibt.

NRW rettet Regionalverkehr: 400 Millionen Euro für stabile Express-Verbindungen nach Streiks und Insolvenz

Nordrhein-Westfalens Regionalverkehr steht vor tiefgreifenden Veränderungen nach monatelangen Störungen. Ein neues Abkommen mit National Express soll die Stabilität der Verbindungen sichern, während bei einigen Strecken Vertragsanpassungen vorgenommen werden. Die Vereinbarung folgt auf finanzielle Schwierigkeiten und Streiks, die das RRX-Netz im vergangenen Jahr schwer getroffen hatten.

National Express, das den RRX-Verkehr in NRW betrieb, war Ende 2023 aufgrund steigender Kosten und Personalmangels in die Insolvenz gerutscht. Das Unternehmen hatte mit hartem Wettbewerb, explodierenden Energiepreisen und wilden Streiks im Sommer zu kämpfen. Im Dezember 2023 übernahm die Rurtalbahn GmbH (RTB) vorläufig den Betrieb der Linien RE 13 und RE 22, um den Zugverkehr aufrechtzuerhalten.

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Die Verkehrsbehörden haben nun eine überarbeitete Vereinbarung mit National Express getroffen, um die Zuverlässigkeit des Netzes zu verbessern. Der Betreiber erhält zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 400 Millionen Euro – davon 200 Millionen von den Verkehrsverbünden VRR und NWL sowie weitere 200 Millionen von der britischen Muttergesellschaft. Laut den neuen Bedingungen werden dem Unternehmen künftig keine automatischen Strafzahlungen für Verspätungen auferlegt, die auf Infrastrukturprobleme zurückgehen.

Die Verträge für rentable RRX-Linien wurden bis 2035 verlängert und sichern so den langfristigen Betrieb. Allerdings werden die defizitären Strecken RE7 und RB48 vorzeitig um drei Jahre gekürzt und enden nun 2027 statt 2030. Dies folgt auf frühere finanzielle Turbulenzen in der Region, darunter die Insolvenz von Abellio 2022 und die Übernahme der angeschlagenen Eurobahn durch den NWL im vergangenen Jahr.

Die Einigung beendet die wilden Streiks des letzten Sommers und schafft finanzielle Rahmenbedingungen, um weitere Zusammenbräche im Verkehrsangebot zu verhindern. Da die RTB nun Teile des RRX-Netzes übernimmt, hoffen die Verantwortlichen, dass die Änderungen dem Regionalverkehr in NRW mehr Stabilität bringen. Die angepassten Verträge spiegeln das Bestreben wider, in den kommenden Jahren Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit in Einklang zu bringen.