13 January 2026, 04:17

NRW-Schulen bleiben wegen Glatteis plötzlich zu – Eltern verärgert über kurze Vorwarnung

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte der westfälischen Geographie, das auf einer schwarzen Oberfläche ruht.

Eltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - NRW-Schulen bleiben wegen Glatteis plötzlich zu – Eltern verärgert über kurze Vorwarnung

Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen wegen Glatteisgefahr kurzfristig geschlossen

In Nordrhein-Westfalen blieben am Montag flächendeckend die Schulen wegen extremer Glatteiswarnungen plötzlich geschlossen. Die Landesregierung kündigte den Wechsel zum Distanzunterricht erst am Sonntagabend an – für viele Eltern kam die kurze Vorlaufzeit überraschend und sorgte für Frust. Bildungsministerin Dorothee Feller verteidigte die Entscheidung und betonte, die Schulen seien bereits früher über mögliche Schließungen informiert worden.

Wie Feller bestätigte, waren die Schulen bereits am Freitag über potenzielle Schließungen in Kenntnis gesetzt worden. Die Eltern erfuhren jedoch erst am Sonntag von der endgültigen Entscheidung, was bei vielen Familien Kritik auslöste, die nun kurzfristig für Kinderbetreuung sorgen mussten. Der Landeselternverband Grundschule NRW forderte, Eltern müssten künftig zeitgleich mit den Schulen informiert werden. Die Vorsitzende Josephine Behrens räumte zwar ein, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler oberste Priorität habe, mahnte aber eine bessere Kommunikation an.

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Trotz der spontanen Umstellung zeigte sich, dass die meisten Schülerinnen und Schüler den Arbeitsaufhalt im Distanzunterricht gut bewältigen konnten. Die Schließungen wurden angesichts der gefährlichen Eisglätte weitgehend als notwendig angesehen. Nur vereinzelt gab es Berichte über Engpässe bei der Notbetreuung – insgesamt hielt das System der Belastung stand.

Die Entscheidung zur Schließung sollte die Kinder vor riskanten Schulwegen schützen. Während Eltern und Verbände für frühere Warnungen in Zukunft plädieren, bleibt das Ministerium bei seiner Linie: Die Sicherheit stehe an erster Stelle. Der Vorfall hat jedoch deutlich gemacht, dass im Krisenfall eine klarere Abstimmung zwischen Schulen und Familien erforderlich ist.