27 June 2026, 14:14

NRW setzt auf Kameras und KI gegen Gewalt in Bussen und Bahnen

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW setzt auf Kameras und KI gegen Gewalt in Bussen und Bahnen

Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen bauen Überwachung aus, um die Sicherheit zu erhöhen Immer mehr Busse und Bahnen im Land sind mit Kameras ausgestattet, während Körperkameras für das Personal erprobt werden. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg von Bedrohungen und Angriffen auf Beschäftigte im vergangenen Jahr.

Die Düsseldorfer Rheinbahn hat fast ihre gesamte Busflotte mit Kameras nachgerüstet. Bei Straßen- und Stadtbahnen sind bereits rund 70 Prozent der Fahrzeuge damit ausgestattet. Zudem läuft seit einem Jahr ein Pilotprojekt, bei dem 20 Mitarbeiter:innen Körperkameras testen, um deren Wirksamkeit zu prüfen.

In Köln hat der Verkehrsbetrieb KVB nach einer erfolgreichen Testphase die Zahl der Körperkameras auf 65 erhöht. Die Geräte hätten bereits dazu beigetragen, Konflikte zu entschärfen und Angriffe auf Personal und Fahrgäste zu reduzieren. Auch in Aachen wurden die Busse aufgerüstet: Neue Modelle überwachen nun den gesamten Innenraum und nicht mehr nur die Einstiegsbereiche.

Fast alle S-Bahnen und Regionalzüge in NRW nutzen bereits Videotechnik. Ein Landesprogramm zum Einbau von Kameras an 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen steht kurz vor dem Abschluss. Nun prüfen die Behörden den Einsatz von KI, um Videoaufnahmen in Echtzeit auszuwerten und Sicherheitsrisiken in Zügen schneller zu erkennen.

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Ziel des Ausbaus ist es, Straftaten vorzubeugen und Mitarbeiter:innen wie Fahrgäste besser zu schützen. Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe gemeldet – die Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die wachsenden Sicherheitsbedenken. Die Verkehrsunternehmen setzen weiterhin auf Tests und neue Technologien, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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