NRW will Ärztemangel mit neuen Versorgungszentren und Millionenförderung bekämpfen
Edeltrud WagnerNRW will Ärztemangel mit neuen Versorgungszentren und Millionenförderung bekämpfen
Nordrhein-Westfalen plant Förderung neuer medizinischer Versorgungszentren, um Ärztemangel zu bekämpfen
Die Landesregierung will mit gezielten Investitionen in unterversorgte ländliche und ärzteschwache Regionen gegensteuern, wo Patienten zunehmend Schwierigkeiten haben, Termine zu bekommen. Eine endgültige Entscheidung über das Förderprogramm wird noch vor Weihnachten erwartet.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte die Initiative an, die den Zugang zu Haus- und Fachärzten verbessern soll. Schon jetzt müssen viele Bürger lange auf Behandlungstermine warten – und die Lage könnte sich verschärfen, da in den kommenden Jahren zahlreiche ältere Ärzte in den Ruhestand gehen.
Geplant ist unter anderem die finanzielle Unterstützung kommunaler Medizinischer Versorgungszentren (MVZ), etwa für Räumlichkeiten und Ausstattung. Zwar äußerte Laumann Bedenken gegenüber gewinnorientierten Investorennetzwerken, doch von der Förderung ausgeschlossen werden sollen auch private Ärztegruppen nicht. Sowohl öffentliche als auch private MVZ könnten Zuschüsse erhalten.
Immer mehr junge Mediziner bevorzugen meanwhile fest angestellte Positionen oder Teilzeitmodelle – beides bietet das MVZ-Modell. Derzeit erarbeitet das Land neue Förderrichtlinien und sucht Kommunen, die bereit sind, solche Zentren zu betreiben.
Ziel des Plans ist es, die lokale Gesundheitsversorgung zu entlasten, indem in Regionen mit Ärztemangel zusätzliche Versorgungszentren entstehen. Bei einer Bewilligung könnte die Förderung Wartezeiten verkürzen und die Grundversorgung sichern. Die finalen Richtlinien sollen in den nächsten Wochen beschlossen werden.
