18 June 2026, 14:14

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – minus 11,5 %

Gemischte Halbjahresergebnisse in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – minus 11,5 %

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau verlangsamt sich im ersten Halbjahr 2025

Im ersten Halbjahr 2025 hat sich der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland verlangsamt. Bundesweit ging das Kapazitätswachstum im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um 11,5 % zurück. Dabei zeigten sich regionale Unterschiede – in einigen Bundesländern war der Rückgang deutlicher als in anderen.

Laut Bundesnetzagentur stieg die installierte Leistung von Januar bis Juni 2025 um 7.347 Megawatt. Das sind deutlich weniger als die 8.300 Megawatt, die im ersten Halbjahr 2024 hinzukamen.

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In Baden-Württemberg ging die Zahl der Neuanlagen um 15 % zurück, wobei 988 Megawatt zugebaut wurden. Die Landesinitiative für Erneuerbare Energien (LEE NRW) meldete für das Land jedoch einen leicht höheren Wert von 1.039 Megawatt – 51 Megawatt mehr als in lokalen Schätzungen angegeben. Der Landkreis Biberach führte die „Photovoltaik-Liga“ des Bundeslandes mit 127 Megawatt an, vor allem dank einer 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen. Auch die zweit- und drittplatzierten Standorte verdankten ihren Rang vor allem Freiflächenprojekten mit 37 bzw. 26 Megawatt.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang: Hier sank das Kapazitätswachstum um 20 % auf 940 Megawatt. Freiflächenanlagen machten lediglich 12 % des Zubaus aus – deutlich weniger als in Bayern (57 %) oder im Bundesschnitt (41 %). Insgesamt ging der Ausbau in Bayern um etwa 2 % zurück. In Nordrhein-Westfalen stieg hingegen die Zahl der Balkon-Solarmodule: Über 46.000 neue Anlagen wurden im ersten Halbjahr installiert.

Zusammenfassend verlangsamte sich der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 um 11,5 %. Baden-Württemberg war weniger stark betroffen als zunächst befürchtet, während Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Einbruch hinnehmen musste. Freiflächenprojekte blieben in einigen Regionen weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber.

Quelle