Polizei deckt E-Scooter-Chaos in Ratingen auf: Alkohol, Diebstahl und fehlende Versicherungen
Uta PatbergPolizei deckt E-Scooter-Chaos in Ratingen auf: Alkohol, Diebstahl und fehlende Versicherungen
Die Polizei in Ratingen hat im Rahmen des zOOm-Projekts, einer Initiative zur Kriminalprävention, eine gezielte Kontrollaktion zur Bekämpfung von Verstößen mit E-Scootern durchgeführt. Die Überprüfungen fanden über einen kurzen Zeitraum statt und konzentrierten sich auf Verkehrsdelikte, Versicherungspflichten sowie alkoholisierte Fahrten. Die Beamten dokumentierten zahlreiche Verstöße, darunter Trunkenheitsfahrten und nicht versicherte Fahrzeuge.
Das zOOm-Projekt ist ein rotierendes Präventionsprogramm der Kreispolizei Mettmann. Alle drei Monate rücken die Beamten in ausgewählte Stadtteile aus, um dort auf lokale Sicherheitsprobleme zu reagieren. Diesmal lag der Fokus auf dem Missbrauch von E-Scootern in Ratingen.
Bei den Kontrollen wurde eine 42-jährige Frau erwischt, die stark alkoholisiert mit einem E-Scooter unterwegs war. Ihr Blutalkoholwert lag bei 1,2 Promillerechner – deutlich über dem für E-Scooter-Fahrer geltenden Grenzwert von 0,5 Promille. Nach deutschem Recht können Fahrer bereits ab 0,3 Promille belangt werden, wenn ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist. Für unter 21-Jährige und Fahranfänger mit Probezeit gilt sogar absolute Alkoholabstinenz.
Zudem stoppten die Beamten vier E-Scooter ohne gültige Versicherungsplakette. Da elektrische Kleinstfahrzeuge rechtlich als Krafträder eingestuft werden, besteht Versicherungspflicht. Darüber hinaus registrierte die Polizei zehn Verkehrsverstöße, zwei Fälle von Fahren ohne Führerschein sowie einen Fahrer, der ein gestohlenes Gefährt nutzte.
Im Rahmen der Aktion kam es zudem zu einer nicht damit zusammenhängenden Festnahme: Ein wegen Betrugs gesuchter Mann wurde kontrolliert, in Gewahrsam genommen und zahlte sofort eine Geldstrafe.
Das zOOm-Projekt wechselt alle drei Monate den Schwerpunkt, um durch sichtbare Präsenz der Polizei action zu wirken. Die jüngste Aktion in Ratingen führte zu Bußgeldern, Festnahmen und einer gestiegenen Aufmerksamkeit für die E-Scooter-Regeln. Die Behörden betonen erneut, dass Fahrer die Alkoholgrenzen einhalten, versichert sein und die Verkehrsregeln beachten müssen.
