Polizei im Rhein-Kreis Neuss testet zentral gesteuerte Streifenwagen ab November 2025
Ariane RosenowPolizei im Rhein-Kreis Neuss testet zentral gesteuerte Streifenwagen ab November 2025
Neues Pilotprojekt verändert Polizeistreifen im Rhein-Kreis Neuss
Ab dem 4. November 2025 wird ein neues Pilotprojekt die Abläufe der Polizeistreifen in Teilen des Rhein-Kreises Neuss verändern. Streifenwagen in Jüchen, Korschenbroich und Meerbusch werden künftig von zentralen Standorten aus eingesetzt – statt wie bisher von den örtlichen Wachen. Ziel ist es, die Reaktionszeiten zu verkürzen und die Präsenz zu erhöhen, ohne dass die bisherigen Dienstleistungen für die Bevölkerung eingeschränkt werden.
Im Rahmen des Versuchs werden die Streifen aus Jüchen künftig von Grevenbroich aus operieren, während die für Korschenbroich und Meerbusch zuständigen Fahrzeuge von der Polizeiwache Kaarst aus im Einsatz sein werden. Trotz der Umstrukturierung bleiben die örtlichen Bezirksdienste rund um die Uhr über Klingelanlagen an den jeweiligen Wachen vollumfänglich erreichbar.
Die zuständigen Revierpolizisten werden weiterhin wie gewohnt in ihren Gebieten patrouillieren, sodass die lokale Präsenz nicht abnimmt. Die Änderungen zielen darauf ab, die Abläufe zu optimieren, indem unnötige Fahrten reduziert und Einsatzkräfte schneller am Einsatzort sein können. Die Behörden betonen, dass durch das Pilotprojekt keine Ressourcen abgebaut, sondern lediglich effizienter eingesetzt werden. Die Testphase läuft bis Mai 2026; anschließend werden Landrätin Katharina Reinhold und Polizeifachleute die Ergebnisse auswerten. Bei Erfolg könnte das Modell ausgeweitet oder angepasst werden – abhängig von den gesammelten Daten.
Das Pilotprojekt soll prüfen, ob zentral gesteuerte Streifen die Einsatzzeiten verbessern, ohne die Dienstleistungsqualität zu beeinträchtigen. Die örtlichen Polizeistationen bleiben geöffnet, und die Revierbeamten sind weiterhin in ihren Zuständigkeitsbereichen aktiv. Eine abschließende Bewertung im kommenden Jahr wird über die weiteren Schritte für die Polizeiarbeit in der Region entscheiden.
