PPWR-Studie enthüllt: Fast die Hälfte der Unternehmen täuscht sich über ihre Vorbereitung
Wieslaw JähnPPWR-Studie enthüllt: Fast die Hälfte der Unternehmen täuscht sich über ihre Vorbereitung
Eine neue Studie zeigt, dass nahezu die Hälfte aller Unternehmen ihre Vorbereitung auf die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) überschätzt. Dies geht aus einer gemeinsamen Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg hervor. Da die Verordnung bis 2030 rechtlich verbindlich wird, stehen viele Betriebe nun vor der Herausforderung, die Anforderungen zu erfüllen.
Die PPWR wird Hersteller, Händler und Logistikunternehmen in ganz Europa betreffen. Experten warnen, dass Lücken in der Vorbereitung Lieferketten stören könnten – mit Auswirkungen auf Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit.
Laut der Umfrage erfüllen derzeit nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Voraussetzungen für die PPWR-Konformität. Betriebe mit fundierten Kenntnissen der Verordnung erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent. Dagegen hinken Unternehmen mit begrenztem Verständnis mit nur 36 Prozent hinterher.
Als Haupt Hindernisse wurden Zeitmangel, Zweifel an der Machbarkeit und Bedenken hinsichtlich der Kosten identifiziert. Über 70 Prozent der Unternehmen forderten klarere Leitlinien, um sich in den neuen Regelungen zurechtzufinden. Der Bericht rät den Betrieben zudem, solide Grundlagen zu schaffen – etwa durch saubere Datenbanken und klar definierte Verantwortlichkeiten –, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Die PPWR wird auch ein zentrales Thema auf der Fachmesse Fachpack für Verpackungen, Technologien und Prozesse sein, die vom 23. September 2025 stattfindet. Die Veranstaltung bietet Branchenführern eine Plattform, um Umsetzungsprobleme zu diskutieren und bewährte Praktiken auszutauschen.
Die Einführung der PPWR im Jahr 2030 wird tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen, wie Unternehmen Verpackungen handhaben. Wer sich nicht vorbereitet, riskiert Rückstände in Transparenz und Effizienz. Da viele Betriebe noch unsicher sind, welche Schritte erforderlich sind, könnte die anstehende Fachmesse entscheidende Erkenntnisse für einen reibungsloseren Übergang liefern.






